Die Aktionspartner
Immer mehr Betriebe und Organisationen in Rheinland-Pfalz machen sich für Vielfalt stark: 48 im Juni 2010
Aktionspartner im Porträt
Diese Woche:
Fön-X Friseure
Vielfalt im Internet
Im Internet aufrufbare Presseartikel, Publikationen und Webportale zum Thema
Vorsprung durch Vielfalt
Die Initiative von Ministerin Malu Dreyer: Aktionspartner-
schaft Vorsprung durch Vielfalt
Aktuelles
8.7.10
Vorsprung durch Vielfalt-Rundbrief Nr. 7: Strategien gegen Fachkräftemangel
Die aktuelle Ausgabe des Vorsprung ducrh Vielfalt-Rundbriefs beschäftigt sich mit dem Thema Fachkräftemangel und zeigt Wege auf, mit welchen das ungenutzte Potenzial der Bevölkerung mit Migrationshintergrund erschlossen werden kann. Wie diese Strategien praxistauglich werden illustrieren wir anhand von zwei Beispielen. Darüber hinaus geben wir Hinweise auf aktuelle Publikationen mit Hintergrundinformationen zum Thema des Newsletters.
Die Projektgruppe InPact bietet weiterhin Hintergrund- und Praxisinformationen zu Diversity Management und Interkultureller Öffnung im Zusammenhang mit Chancengleichheit für Menschen mit Migrationsgeschichte. Unser Arbeitsschwerpunkt liegt auf der individuellen Beratung und fachlichen Unterstützung von Organisationen aus dem öffentlichen Bereich und von Unternehmen, die Prozesse zur Gestaltung der Vielfalt voranbringen und entsprechende Instrumente einsetzen oder weiter entwickeln wollen. Dieses Beratungsangebot stellen wir Ihnen im Newsletter kurz vor.
7.7.10
8. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vorgelegt
"Die Integration in Deutschland gewinnt an Fahrt. Bei Sprache, Bildung und Ausbildung sind Fortschritte zu verzeichnen. Dennoch gilt: Gerade im Bildungs- und Ausbildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt ist die Situation vieler Migranten nach wie vor dramatisch. Diese Großbaustellen der Integration müssen wir in den nächsten Jahren verstärkt angehen. Unser Ziel ist: Deutschland muss das Land der Aufsteiger werden", sagte Staatsministerin Maria Böhmer bei der Vorstellung des Berichts.
6.7.10
Gesetzesvorlage für Rechtsanspruch auf Anerkennungsverfahren für ausländische Abschlüsse nach der Sommerpause
Die Inhaber ausländischer Abschlüsse sollen in Deutschland einen Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren erhalten. Das sagte Helge Braun (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministeriums, bei der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Bildung und Forschung am Montagnachmittag. Nach der Sommerpause will das Ressort einen Gesetzentwurf zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse vorlegen.
Ausländische Inhaber beruflicher oder akademischer Qualifikationen sollten auch einen Anspruch darauf haben, dass ihr Anerkennungsverfahren innerhalb eines bestimmten Zeitraumes – geplant seien sechs Monate – beendet wird, sagte Braun. Die Bundesregierung wolle deren Durchführung aber nicht an sich ziehen, sondern vorhandene Kapazitäten bei Ländern und Berufskammern nutzen. Jedoch wolle die Regierung die Qualitätssicherung unterstützen, berichtete der Parlamentarische Staatssekretär.
16.6.10
BIBB-Analyse: Trotz steigender Ausbildungsbeteilung junge Migranten weiterhin unterrepräsentiert
Die Berechnung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur Ausbildungsbeteiligung zeigt: Während sich der Anteil unter den Jugendlichen mit deutscher Staatsangehörigkeit im Jahr 2008 nur geringfügig verändert hat, gibt es bei den Jugendlichen mit ausländischem Pass einen deutlichen Anstieg der Ausbildungsbeteiligungsquote - sowohl bei den Männern (+ 5 %) als auch bei den Frauen (+ 8 %). Allerdings sind die Ausgangswerte für diesen Anstieg sehr niedrig: So ist der Anteil unter den ausländischen Jugendlichen, die einen Ausbildungsvertrag im dualen System abschließen, auch weiterhin nur halb so groß wie unter den deutschen, und dies, obwohl der Wunsch nach einer betrieblichen Ausbildung bei beiden Gruppen mit rund 60 % gleich hoch liegt.
9.6.10
Fachkräftemangel im Mittelstand: Potenzial von Jugendlichen mit Migrationshintergrund nicht ausgeschöpft
Im Rahmen der Expertise des Arbeitskreises der Friedrich-Ebert-Stiftung "Fachkräftemangel im Mittelstand: Was getan werden muss" wurden das Ausmaß, die Ursachen sowie die Folgen eines Fachkräftemangels in KMU ausgelotet und nach differenzierten Lösungsansätzen gesucht.
Die Autoren stellen in Bezug auf die "Zielgruppe Personen mit Migrationshintergrund" fest, dass der Anteil von ausländischen Beschäftigten in kleinen Unternehmen noch gering sei, da die Unternehmen die Chancen, die sich aus einer multikulturellen Belegschaft ergeben, bisher kaum wahrnähmen.
8.6.10
Fehlender Nachwuchs in Ostdeutschland: Handwerk sucht Auszubildende in Polen
Laut Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks, bedroht die demografische Entwicklung die Fachkräftesicherung der ostdeutschen Handwerksbetriebe. Daher sollen im europäischen Ausland Auszubildende angeworben werden. Die Handwerkskammer Cottbus plant für 2011 eine erste Gruppe polnischer Jugendlicher in einem dreimonatigen Intensivkurs auf die daran anschließende Ausbildung vorzubereiten.
7.6.10
Friedrich-Ebert-Stiftung zur politischen Partizipation
junger Menschen mit Migrationshintergrund
Die Volksparteien haben die Bedeutung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund für die künftige Politikgestaltung noch nicht
ausreichend erkannt. Sie sehen sie als Objekte politischer Fürsorge und ihre Programmatik wird der Lebensrealität dieser Jugendlichen nicht gerecht. Die Parteien sollten verstärkt die Verbände von Jugendlichen
mit Migrationshintergrund in die Arbeit einbeziehen. In politischen Gremien und Ämtern sollte der Anteil junger Menschen mit Migrationshintergrund erhöht werden.25.5.10
Jugendliche mit Migrationshintergrund: Am Arbeitsmarkt doppelt benachteiligt
Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Gewerkschaftsbund im der Mai-Ausgabe von "arbeitsmarkt aktuell". In der Publikation fasst der DGB die Problemlage der 2,3 Mio. jungen Menschen zwischen 15 bis 25 Jahren mit Migrationshintergrund zusammen. Am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt treffen viele von ihnen auf besondere Probleme. Zum Teil spielen Vorurteile eine Rolle, zum Teil strukturelle Ursachen.
20.5.10
Institut der deutschen Wirtschaft: Integration schafft Wachstum
Eine bessere Integration der Migranten in das deutsche Bildungssystem
und den Arbeitsmarkt würde dem Staat bis 2050 zusätzliche Erträge von
164 Milliarden Euro verschaffen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln für das Bundes-wirtschaftsministerium.
Dabei wurde davon ausgegangen, dass sich die Unterschiede
hinsichtlich Bildungsabschlüssen, Arbeitslosenquote und schulischen
Leistungen zwischen Migranten und einheimischer Bevölkerung zumindest
halbieren. Dadurch fällt die jährliche Wachstumsrate des Bruttoinlands-produkts um 0,1 Prozentpunkt höher aus, weil die Erwerbstätigen im Schnitt besser qualifiziert sind. Entsprechend erzielt die öffentliche Hand höhere Steuereinnahmen und Sozialabgaben und zahlt weniger Sozialleistungen.
19.5.10
Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Migration und Integration veröffentlicht Jahresgutachten 2010
Der Sachverständigenrat bescheinigt Deutschland in seinem Jahresgutachten "in vielen empirisch fassbaren Bereichen
durchaus zufriedenstellend oder sogar gut gelungen"e Integrationserfolge. Gleichzeitig sehen die Forscher wachsendes soziales Spannungspotenzial durch Verteilungskämpfe um knappe Ressourcen, welche aufgrund vernachlässigter Integrationspolitik eine ethnische Komponente erhalten hätten.
10.5.10
"Treffpunkt" mit Schwerpunkt Ausbildung und Arbeit
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift der Integrationsbeauftragten der Landesregierung befasst sich mit "einem Kerngebiet der Integrationspolitik, Ausbildung und Arbeit". Besonders interessant: der Artikel von Mona Granato und ihre Untersuchungen zu den Übergängen von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund in eine berufliche Ausbildung. Sie belegen, dass Schulnoten und Schulabschlüsse von
Schulabgängerinnen Schulabgängerinnen und -abgängern mit Migrationshintergrund kein ausreichender Erklärungsansatz für ihre
geringere Einmündungsquote in eine duale oder berufsfachschulische
Ausbildung sind, ebenso wenig wie andere individuelle Voraussetzungen wie Deutschkenntnisse und Motivation.Das Fazit der Forscherin: "Die Gründe für die unzureichende
Versorgung Jugendlicher mit Migrationshintergrund im Bereich der beruflichen Ausbildung sind stärker als bisher in den institutionellen Eigenlogiken der Organisationen zu suchen, die es nicht schaffen, diese Zielgruppe zu berücksichtigen und weniger in den Voraussetzungen der Menschen mit Migrationshintergrund selbst."
7.5.10
"Migranten am Arbeitsmarkt - Problem oder Potenzial?" - Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung veröffentlicht Literaturliste
"Die unzureichende Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund wirft vielfältige soziale und wirtschaftliche Probleme auf, insbesondere für die Einkommens- und Teilhabechancen der Betroffenen. Zugleich liegt das Potenzial der Mitbürgerinnen und Mitbürger ausländischer Herkunft brach, auf das Deutschland angesichts seiner demographischen Lage dringend angewiesen ist", so das IAB. Auf seiner Homepage hat das Institut eine Auswahl jüngerer, großteils frei verfügbarer wissenschaftlicher und handlungsorientierter Literatur zusammengestellt, in der die Probleme von Migranten am deutschen Arbeitsmarkt beschrieben und zum Teil auch Lösungsansätze aufgezeigt werden.
6.5.10
Deutscher Managerverband: Mehr Frauen und Migranten in deutschen Chefetagen nötig
Die Vorstände und Chefetagen der großen deutschen Unternehmen sollen nach Meinung des Deutschen Managerverbandes offener für Frauen und Migranten werden. Ein solcher Schritt steigere die Wettbewerbsfähigkeit und erhöhe die Akzeptanz bei Mitarbeitern, Lieferanten und Partnern.
30.4.10
Land zeichnet Unternehmen für vorbildliches interkulturelles Miteinander aus
„Um die arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitische Bedeutung der Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund in die Öffentlichkeit zu tragen, ist es wichtig, die vielen Beispiele gelungener Integration in Ausbildung und Arbeit in unserem Land sichtbar zu machen.“ Das betonten Sozialministerin Malu Dreyer und die Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration, Maria Weber, anlässlich der Preisverleihung für „Vorbildliches interkulturelles Miteinander“ heute in Mainz. Der Landespreis wurde zum zweiten Mal vergeben. Ausgezeichnet wurden das Polizeipräsidium Mainz (Platz 1), der Ambulante Dienst Gesundheitspflege in Mainz (Platz 2) und die Mainzer Konditorei Nolda (Platz 3). Den Sonderpreis für Projekte in Planung bekam die ARGE Mayen-Koblenz.
31.3.10
SWR-Telefonaktion "Lehrstellen für Jugendliche" am 11. Mai
Zum achten Mal führt der SWR die Telefonaktion" Lehrstellen für Jugendliche " durch. Die Aktion findet statt am Dienstag, 11. Mai 2010, 16.00 bis 18.00 Uhr. Drei Experten der Arbeitsagentur, der IHK sowie der Handwerkskammer aus der Region Stuttgart werden die Fragen der Jugendlichen zum Thema Ausbildung beantworten. Zum Beispiel, wie bewerbe ich mich, wo gibt es noch Ausbildungsplätze, warum bekomme ich keine Lehrstelle trotz vieler Bewerbungen etc. Auch Unternehmer können anrufen und Ausbildungsstellen melden.
30.3.10
Institut der Deutschen Wirtschaft zur Debatte um türkische Gymnasien in Deutschland: "Hauptsache Abitur"
"Ob nun türkische Gymnasien in Deutschland die Integration von türkischen Jugendlichen in Deutschland verbessern oder mit den Schulen eher eine Art Reintegration in die türkische Kultur gefördert wird, ist nicht entscheidend. Wichtiger ist vielmehr, dass auch Migranten eine gute Bildung zuteil wird."
25.3.10
Institut der Deutschen Wirtschaft: Viele Migranten ohne Job-Chance
Der Vorwurf, Zuwanderer würden den Sozialstaat in Deutschland ausnutzen, ist bei näherem Hinsehen unhaltbar. Denn das Ausländerrecht erlaubt es vielen Gruppen von Migranten gar nicht, sich in der Bundesrepublik einen Job zu suchen. Selbst qualifizierte Fachkräfte erhalten nur dann ein Aufenthaltsrecht und eine Arbeitserlaubnis, wenn sie hier Familie haben.
24.3.10
Bundesregierung startet Ausbildungsinitiative und Medienkampagne
Ziel der Initiative ist es, die wachsende Wirtschaftskraft von Betrieben mit Inhabern mit Zuwanderungsgeschichte verstärkt zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze zu nutzen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert in 34 Städten Ausbilderseminare für Fachkräfte sowie für Unternehmer mit Migrationshintergrund. Bis Ende 2010 sollen nach erfolgreicher Teilnahme an der Qualifizierung 1.000 zusätzliche Ausbilder mit Migrationshintergrund das von den Kammern ausgestellte Zertifikat der Ausbildereignung in der Hand halten.
Begleitet wird die Initiative von der Medienkampagne „Mittendrin und unsichtbar! Migrantinnen und Migranten in der beruflichen Bildung“. Bildungsministerin Schavan: "Die deutsche Wirtschaft wird schon aus demografischen Gründen bald auf jeden jungen Menschen angewiesen sein. Wir werden dies als Chance ergreifen, endlich auch die bislang unterdurchschnittliche Ausbildungsbeteiligung von jungen Menschen sowie von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund zu erhöhen."
23.3.10
Personen mit Migratiosnhintergrund und Alleinerziehende Hauptbetroffene von Einkommenarmut
"Armut trifft hierzulande vor allem Alleinerziehende und Personen mit Migrationshintergrund, weil sie keinen Job haben oder zu wenig verdienen", so die Diagnose des Instituts der Deutschen Wirtschaft. "Kinder haben per se kein erhöhtes Armutsrisiko zu tragen. Wenn die Eltern aber keine Arbeit haben, geht es dem Nachwuchs ebenfalls schlecht. Nicht die Kinder selbst sind somit ein Armutstreiber, sondern der fehlende Job. So gehören 45 Prozent der Kinder, deren Eltern gar nicht oder nur im geringen Umfang erwerbstätig sind, zur ärmeren Bevölkerung. Sind die Eltern dagegen zumindest annähernd vollzeiterwerbstätig, fallen weniger als 3 Prozent der Kinder in die Kategorie der Armen."
22.3.10
Rechtlicher Status beeinflusst Bildungschancen
Flüchtlinge bilden unter den Migranten in Deutschland eine besonders benachteiligte Gruppe. Aussiedlern hingegen hat die deutsche Staatsbürgerschaft den Zugang zu Fördermaßnahmen ermöglicht, die zu erheblichen Bildungserfolgen geführt haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).
17.3.10
Neues Datenportal des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge online
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stellt ab sofort Daten zu verschiedenen Aspekten der Integration von Migranten in Deutschland online zur Verfügung. Die Datenbank "Integrationsreport" ermöglicht den Zugriff auf sozio-demographische Grunddaten der Zuwandererbevölkerung sowie auf Daten zur schulischen und beruflichen Bildung, zur sprachlichen Integration, zur Wohnsituation und zur Einbürgerung. Weitere Bereiche werden sukzessive folgen. Die Daten sind als kommentierte Excel-Tabellen aufbereitet.
15.3.10
IAB untersucht Zusammenhang zwischen Qualifikationsstruktur und Erwerbsbeteiligung
Die Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung "führt in aller Deutlichkeit vor Auge, wie wichtig der Berufsabschluss für eine aktive Teilnahme am Erwerbsleben ist. Die Erwerbstätigen sind die Komponente des Erwerbspersonenpotenzials, die mit Abstand den geringsten Anteil an Personen ohne beruflichen Abschluss aufweist. Dieser Anteil ist bei den registrierten Arbeitslosen und bei der Stillen Reserve sehr viel höher. Im Gegenzug dazu finden sich in diesen beiden Komponenten deutlich geringere Anteile an Hochqualifizierten. Personen mit Fachschul- oder Hochschulabschluss sind weit überwiegend erwerbstätig und nur zu geringen Anteilen arbeitslos oder in der Stillen Reserve. [...] Mittel- bis längerfristig ist zu erwarten, dass sich der seit längerem zu beobachtende Abbau an Arbeitsplätzen mit geringen Qualifikationsanforderungen weiter fortsetzten wird. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die wenigen verbleibenden Einfacharbeitsplätze zunehmend mit formal Qualifizierten besetzt werden."
Die Empfehlungen der Forscher: Verbesserte Weiterbildung Geringqualifizierter, aber auch von Beschäftigten mit einfacher Ausbildung sowie angesichts vieler Teilzeitarbeitskräfte die Verbindung bildungspolitischer Maßnahmen mit flexiblen Arbeitszeitregelungen.
10.3.10
Bertelsmann-Stiftung: "Junge Zuwanderer vermissen faire Bildungschancen"
Nach einer repräsentativen Umfrage unter Migrant/innen haben 45 Prozent der 16- bis 24-Jährigen das Gefühl, dass Schüler mit Migrationshintergrund nicht die gleichen Chancen erhalten wie ihre deutschen Mitschüler.
Fast 39 Prozent der jungen Migranten machen schlechte Deutschkenntnisse für die fehlende Chancengleichheit von Schülern aus Zuwandererfamilien verantwortlich. 37 Prozent von ihnen glauben, dass die schlechteren Möglichkeiten ihre Ursache darin haben, dass die Eltern ihre Kinder bei den Hausaufgaben nicht richtig unterstützen können oder sich keine Nachhilfe leisten könnten.
Vor diesem Hintergrund startet die Bertelsmann-Stiftung zum zweiten Mal ihren Schulwettberwerb "Alle Kids sind VIPs" und lädt Schüler der Klassen fünf bis zwölf ein, sich mit vorbildlichen Projekten für eine bessere Integration von Kindern und Jugendlichen aus Migrantenfamilien an ihrer Schule einzusetzen.
5.3.10
Rheinland-Pfalz: Schüler mit Migrationshinterhrund fast doppelt so häufig ohne Hauptschulabschluss
Laut der Statistik über Schulentlassene in 2009 ist der Anteil derjenigen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, insgesamt weiter gesunken. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Schulabgänger mit Hochschulreife erhöht.
Die Zahl der jungen Migrant/innen ohne Schulabschluss ist mit 11.2 Prozent weiterhin doppelt so hoch wie die der Jugendlichen ohne Migrationshintergrund. Vergleichszahlen aus den Vorjahren gibt das Statistische Landesamt zu dieser Gruppe allerdings nicht an.
4.3.10
Staatsministerin Böhmer appelliert an Unternehmen, jungen Migranten eine Chance zu geben
Laut Entwurf des Berufsbildungsberichts 2010 sind ausländische Jugendliche wesentlich seltener an einer Ausbildung beteiligt als gleichaltrige Deutsche. So liegt der Anteil der Ausländer an einer Berufsausbildung bei 32,2 Prozent. Bei den deutschen Jugendlichen sind es 68,2 Prozent.
Dazu die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer: "Ich fordere die Arbeitgeber auf, Jugendlichen aus Zuwandererfamilien mit einem Schulabschluss und bei gleicher Eignung verstärkt eine Chance zu geben. Wegen seines Namens oder seiner Herkunft darf niemand ausgegrenzt werden. Viele Unternehmen setzen bereits auf
junge Migranten, denn sie sind die Fachkräfte von morgen!"
2.3.10
Wertlose Diplome: Eckpunktepapier zur Bekämpfung des Fachkräftemangels beschlossen
Hunderttausende Zuwanderer in Deutschland sind weit unterhalb ihrer im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikation beschäftigt oder gar erwerbslos, weil ihre Diplome hierzulande nicht anerkannt werden.
Laut Frankfurter Rundschau soll sich das bald ändern, denn das Bundeskabinett hat sich kürzlich darauf geeinigt, die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen zu vereinfachen. Das Bildungsministerium hofft, so dem Fachkräftemangel insbesondere in mathematisch-naturwissenschaftlichen Berufen, bei Ingenieuren, Lehrern und Ärzten, entgegenzusteuern.
Von 2011 an sollen alle Zuwanderer einen gesetzlichen Anspruch "auf ein Anerkennungsverfahren für im Ausland erworbene Berufsabschlüsse und Qualifikationen" erhalten.
12.2.10
Deutschlands Muslime: Islamisierung der arabischen und türkischen Minderheiten
"Nicht mehr die nationalen, ethnischen, sozialen, kulturellen und individuellen Identitätsmerkmale beherrschen seitdem die Wahrnehmung. Die Zugewanderten und ihre Nachkommen werden von der Mehrheitsgesellschaft auf ihre religiöse Identität reduziert. Gleichzeitig wurde der Islam in endlos redundanten Debatten des Feuilletons zu einer rückständigen und potenziell gewalttätigen Religion erklärt", stellt Eberhard Seidel in Le Monde Diplomatique fest. Die Mehrheitsgesellschaft frage sich ängstlich: "Wird Deutschland vom Islam unterwandert? Stellen arabische und türkische Jugendliche die Fundamente unseres Zusammenlebens in Frage?
Diese Angst ist irrational. Der terroristische Dschihadismus ist zwar brandgefährlich, weil er den Tod vieler seiner Gegner ersehnt, aber in Deutschland stößt er nur bei sehr, sehr wenigen Muslimen auf Zustimmung und Unterstützung."
8.2.10
Studie belegt Benachteiligungen am Arbeitsmarkt für Bewerber mit türkischem Namen
Forscher der Universität Konstanz hatten in einem Feldversuch über 1000 Bewerbungen auf Praktikumsstellen für Wirtschaftsstudenten verschickt. Dazu verwendeten sie inhaltlich gleichwertige Bewerbungsunterlagen, denen per Zufall ein Name eindeutig deutscher oder türkischer Herkunft zugeordnet wurde. Die fiktiven Bewerber hatten nicht nur vergleichbare Qualifikationen und Fähigkeiten, sondern waren zudem ausnahmslos deutsche Staatsbürger und Muttersprachler. Das Ergebnis: Bewerber mit türkischen Namen erhielten insgesamt 14% weniger positive Antworten.
5.2.10
"Monitor Arbeitsmarkt und Migration" des Kreises Offenbach in Betrieb genommen
Die Frage, wie MigrantInnen in den Arbeitsmarkt und das Bildungssystem der jeweiligen Kommune integriert werden können, eine hohe politische Priorität in vielen Städten, Gemeinden und Kreisen. Die meisten Kommunen haben bisher keinen systematischen und umfassenden Überblick über die Situation der Migranten auf dem jeweiligen kommunalen Arbeitsmarkt. So sind beispielsweise weder die Qualifikationen der Migranten genau bekannt, noch kann die Frage beantwortet werden, welche dieser Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt werden, ob also das Angebot mit der Nachfrage übereinstimmt. Die Kommunen können zwar auf verschiedenste Datenquellen zurückgreifen, doch die Aufbereitung der Informationen gestaltet sich aufwendig.
An dieser Stelle setzt der Hessische Monitor Arbeitsmarkt und Migration' (HeMonA) ein: Dort werden unter Nutzung statistisch-methodischer Verfahren verschiedene Datenbestände miteinander verknüpft, die dann eine solide kommunale Planungsgrundlage darstellen.
3.2.10
Migrationsbericht 2008 veröffentlicht
Das Bundeskabinett hat heute den vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erarbeiteten Migrationsbericht 2008 verabschiedet. Der Bericht, der auf Wunsch des Bundestages jährlich erstellt wird, gibt auf der Grundlage der vorhandenen Daten einen Überblick über das Migrationsgeschehen in Deutschland und beinhaltet neben den allgemeinen Wanderungsdaten zu Deutschland und der detaillierten Darstellung der verschiedenen Zuwanderergruppen (z.B. Unionsbürger, Studierende, Arbeitsmigration, Asyl und humanitäre Aufnahme, Familiennachzug) einen europäischen Vergleich zum Migrationsgeschehen und zur Asylzuwanderung.
29.1.10
Kündigung aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse unter bestimmten Bedingungen zulässig
Einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (2 AZR 764/08) zufolge ist eine Kündigung eines Arbeitnehmers wegen unzureichenden Deutschkenntnissen rechtmäßig. Voraussetzung ist allerdings, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Möglichkeit gegeben hat, seine Sprachkenntnisse zu verbessern und der Arbeitnehmer eine Fortbildung verweigert hat.
26.1.10
Mikrozensus 2008: Jeder sechste Rheinland-Pfälzer mit Migrationshintergrund
Laut Auswertung des Statistischen Landesamts lebten im Jahr 2008 rund 734.000 Personen in Rheinland-Pfalz, die entweder selbst nach Deutschland zugewandert oder Nachkommen von Zuwanderern sind. Das waren rund 4.200 mehr als im Jahr zuvor. Mit einer Quote von 18,2 Prozent lag der Anteil in Rheinland-Pfalz unter dem Bundesdurchschnitt von 19 Prozent.
19.1.10
Anerkennung: Offizielle Zeugnisbewertung seit diesem Jahr möglich
Inhaber einer ausländischen Hochschulqualifikation können sich seit dem 4. Januar an die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) im Sekretariat der Kultusministerkonferenz wenden und eine Bewertung ihres ausländischen Abschlusses beantragen. Sie erhalten dann ein Dokument, das ihnen die Bewerbung auf dem deutschen Arbeitsmarkt erleichtern kann.
13.1.10
Dritter Zuwanderungs- und Integrationsbericht für Rheinland-Pfalz veröffentlicht
Der Bericht soll die Öffentlichkeit über die integrationspolitischen Entscheidungen und Maßnahmen des Landes informieren und ist zugleich eine wichtige Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Integrationspolitik in Rheinland-Pfalz.
11.1.10
Studie räumt mit Vorurteilen auf: Höhere Erwerbslosigkeit von Migranten nicht auf geringere Motivation zurückzuführen
Zweieinhalb Jahre lang untersuchte ein Forschungskonsortium im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Konsequenzen des SGB II speziell für Personen mit Migrationshintergrund. Herausgearbeitet wurden Potenziale und Hemmnisse im Hinblick auf die Integration in Erwerbsarbeit.
Die Erwerbsmotivation von Migranten im ALG II-Bezug stehe insgesamt der von Deutschen ohne Migrationshintergrund nicht nach, so die Experten. Teilweise verfügen sie über höhere Qualifikationen als die ALG II-Empfänger ohne Migrationshintergrund.
Den ausführlichen Forschungsbericht, der auch die Vermittlungspraxis und Beratung von Migrant/innen und Nicht-Migrant/innen darstellt, sowie eine Zusammenfassung finden Sie hier.
4.1.10
Jeder vierte ALG-II-Bezieher mit Migrationshintergrund hat einen ausländischen Berufs- oder Hochschulabschluss
Die Bundesregierung hat vor kurzem beschlossen, die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen und Berufsabschlüssen zu verbessern und das Anerkennungsverfahren transparenter zu gestalten. Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung bei der Bundesagentur für Arbeit sieht hier auch einen Auftrag an die BA. „Jeder vierte Arbeitslosengeld-II-Bezieher mit Migrationshintergrund hat im Ausland einen Berufs- oder Hochschulabschluss erworben. Unsere Aufgabe muss es sein, arbeitslose Migranten darin zu unterstützen, ihre im Heimatland erworbenen Abschlüsse adäquat am deutschen Arbeitsmarkt einzusetzen."
9.12.09
Kabinett beschließt Eckpunktepapier zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse
Als "wichtigen Beitrag zur nachholenden Integration der bereits hier lebenden Migrantinnen und Migranten" sowie als Mittel im Kampf gegen Fachkräftemangel bezeichnet die Bundesregierung die "Eckpunkte zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung von im Ausland
erworbenen beruflichen Qualifikationen und Berufsabschlüssen", die das Kabinett heute verabschiedete.Kern des Papiers sind ein gesetzlich geregelter Anspruch auf ein Anerkennungsverfahren sowie die Etablierung eines "umfassenden individuellen Verfahrens zur Feststellung beruflicher Qualifikationen".
9.11.09
Studienangebot für hochqualifizierte Zuwanderer
Hochqualifizierte Menschen mit Migrationshintergrund haben es schwer auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Oft jobben Akademiker als Hilfskräfte. Das neue Projekt „Studienerfolg für hochqualifizierte Migranten“ der TU Clausthal, das in Niedersachsen in ähnlicher Form nur noch die Uni Oldenburg anbietet, soll dies ändern.
5.11.09
"Oft Vorurteilen begegnet"
Die Mainzer Allgemeine Zeitung stellt Kamil Ivecen, Besitzer der Lomo Buchbar in Mainz, und die Aktionspartnerschaft "Vorsprung durch Vielfalt" vor.
5.11.09
Leitfaden Gesundheit für Migranten in Koblenz
Die Stadt Koblenz hat einen "Leitfaden Gesundheit" herausgegeben, der Migrantinnen und Migranten jeweils in Deutsch und einer von neun weiteren Sprachen aktuell über Fragen zum Gesundheitswesen informiert. Themen sind u.a. Krankneversicherung, Arztbesuch, Vorsorgeuntersuchungen und Verhalten im Notfall.
Ältere, aber nach wie vor gültige und interessante Meldungen dokumentieren wir für Sie in unserem Archiv.




