Die Aktionspartner
Immer mehr Betriebe und Organisationen in Rheinland-Pfalz machen sich für Vielfalt stark: 60 im März 2011
Aktionspartner im Porträt
Diese Woche:
Staatstheater Mainz .
Vielfalt im Internet
Im Internet aufrufbare Presseartikel, Publikationen und Webportale zum Thema
Aktuelles
31.01.12
Vertrag für mehr Vielfalt in der Mainzer Polizei geschlossen
Das Integrationsministerium Rheinland Pfalz, das Polizeipräsidium Mainz und das Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) haben einen Kooperationsvertrag für das XENOS-Projekt „Vielfalt in der Polizei (ViP)“ unterzeichnet. Dabei soll das Polizeipräsidium Mainz weiter bei den selbst gesteckten Zielen der interkulturellen Öffnung unterstützt werden. Konkret möchte INBI als projektverantwortliches Institut in enger Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund dazu motivieren und unterstützen, sich für den Polizeidienst zu bewerben. Ferner wird eine weitere Sensibilisierung für interkulturelle Vielfalt in der Rekrutierungs- und Einstellungspraxis beim Polizeipräsidium Mainz angestrebt.
Das Polizeipräsidium Mainz war einer der ersten Partner der Aktionspartnerschaft "Vorsprung durch Vielfalt".
14.12.11
Integrationskonzept Trier verabschiedet
Gestern verabschiedete der Trierer Stadtrat das strategische Integrationskonzept für die Kommune. Gut drei Jahre Vorbereitung in einem partizipativen Verfahren unter Beteiligung von über 100 Akteuren waren diesem Beschluss vorangegangen.
12.12.11
"Deutsche Zustände 10" in Berlin vorgestellt
Mit der 10. und voraussichtlich letzten Folge des Berichts über Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ziehen die Forscher_innen um Wilhelm Heitmeyer ein Fazit. Die Langzeitstudie untersucht seit 2002 die Ausmaße, Entwicklungen und Ursachen von Vorurteilen gegenüber unterschiedlichen Adressatengruppen und ist damit das weltweit größte Vorurteilsprojekt.
Den Untersuchungszeitraum nennt Heitmeyer "das entsicherte Jahrzehnt" und stellt fest: "Entsicherung, Richtungslosigkeit und Instabilität sind zur neuen Normalität geworden, die Nervosität scheint über alle sozialen Gruppen hinweg zu steigen. [...] Eine explosive Situation als Dauerzustand. Daher sollten wir der rohen Bürgerlichkeit (nicht zu verwechseln mit Bürgertum) weiterhin unsere Aufmerksamkeit widmen. Einer Bürgerlichkeit, die sich bei der Beurteilung sozialer Gruppen an den Maßstäben der kapitalistischen Nützlichkeit, der Verwertbarkeit und Effizienz orientiert und somit die Gleichwertigkeit von Menschen sowie ihre psychische wie physische Integrität antastbar macht und dabei zugleich einen Klassenkampf von oben inszeniert."
22.11.11
Integration durch Ausbildung - Veranstaltung am 7.12. in Worms
Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, die Stadt Worms und das Institut für Bildung und Integration INBI laden am 7.12.2011 zur Veranstaltung "Integration durch Ausbildung in Rheinland-Pfalz - Transparenz und Chancen für Migrantenbetriebe in Worms schaffen" in die Nibelungenstadt ein.
In der dieser Veranstaltung steht die Strategie "Integration durch Ausbildung in Betrieben mit Betriebsinhabern und -inhaberinnen mit Migrationshintergrund" im Fokus der Diskussion. Die Ausbildung durch Migrantenbetriebe ist regional sehr wichtig, da auch in der Region Worms mit die meisten Migrantinnen und Migranten leben und arbeiten. Laufende Projekte und Initiativen der Region werden der interessierten landesweiten Fachöffentlichkeit vorgestellt und Ansätze und Strategien diskutiert.
11.11.11
"Migranten im Niedriglohnsektor" - Neue Publikation des BAMF
Die Situation von Migranten im Niedriglohnsektor ist immer wieder Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Ein genaues Bild der aktuellen Lage vermittelt das neue Working Paper des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.
Es wird vor allem deutlich, dass das vorhandene Potenzial der Gruppe der Erwerbstätigen im Niedriglohnsektor im Kontext des demographischen Wandels und der weiter zunehmenden Verflechtung des Handels und der Wirtschaft durch gezielte Förderung weiter aktiviert werden sollte. Durch eine bessere Arbeitsmarktintegration, zu der die Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen wie auch die Förderung berufsbezogener Sprachkenntnisse gehören, können hier vorhandene Potenziale besser ausgeschöpft und dafür gesorgt werden, dass weniger Menschen Sozialleistungen benötigen.
11.11.11
JOBAKTIV-Messe in Ludwigshafen
Am 30.11. und 1.12. findet in Ludwigshafen JOBAKTIV statt, eine Informations-, Netzwerk-, Ausbildungs- und Stellenbörse für die Metropolregion Rhein-Neckar. Angeboten wird eine Themenvielfalt, die den Blick auf Migration mit allen Facetten lenkt.
Die Veranstaler möchten u.a. den Blick auf Menschen mit ihren vielfältigen Besonderheiten und Stärken für den regionalen Arbeitsmarkt lenken,
über Anerkennungsmöglichkeiten ausländischer Schul-, Studien- und Berufsabschlüsse informieren und Menschen und Ausbildungs- oder Arbeitsstellen zusammenbringen.
4.11.11
2. Vernetzungstreffen Kommunale Integrationspolitik
Im August wurden von der Projektgruppe InPact Vernetzungstreffen für Kommunen aus Rheinland-Pfalz initiiert, die kommunale Integrationskonzepte entwickeln oder umsetzen.
Am 2. Dezember findet das 2. Vernetzungstreffen in Mainz statt. Den fachlichen Schwerpunkt bildet das Thema Integrationsmonitoring, das in zwei Inputreferaten und Diskussionsrunden beleuchtet wird. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Beauftragten des Landes für Migration und Integration, Miguel Vicente.
4.11.11
Fachgespräch "Nicht immer, aber immer öfter. Wie Unternehmen und Verwaltungen kulturelle Vielfalt nutzen"
Die Projektgruppe InPact lädt am 2. Dezember 2011 zu einem Fachgespräch über das Management kultureller Vielfalt in den Veranstaltungsraum der Stadtwerke Mainz AG. Neben einem Überblicksinput werden am 2.12. in Mainz v.a. Vertreterinnen und Vertreter aus fünf Organisationen über ihre Maßnahmen in den Bereichen Kundenorientierung, Personalentwicklung und Kooperation von Kommune und Wirtschaft berichten und Ihre Fragen beantworten.
20.10.11
"Dienst am Kunden" - Ausländerbehörden im Wandel
Welchen Herausforderungen stehen Ausländerbehörden im Licht der aktuellen Zukunftsfragen von Migration und Integration derzeit gegenüber? Wie können sich Ausländerbehörden unter den aktuellen Rahmenbedingungen als serviceorientierte "Allroundbehörde" aufstellen und ein partnerschaftliches Image bei der Bevölkerung verankern? Und inwieweit verstehen sich Ausländerbehörden als Dienstleister für hoch qualifizierte Zuwanderer?
Mit diesen Fragen haben sich die Bertelsmann-Stiftung und der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) im Rahmen der Fachtagung "Ausländerbehörde - Ihr Partner" und der Fallstudie "Die Visitenkarte einer Stadt?" auseinandergesetzt. Die nachfolgenden Links führen Sie zu den Ergebnissen und Handlungsempfehlungen.
Tagung "Ausländerbehörde - Ihr Partner"
Handlungsempfehlungen für eine serviceorientierte Gestaltung der Ausländerbehörden
7.10.11
Schader-Stiftung stellt Ergebnisse des Forschungs-Praxis-Projektes "Integrationspotenziale in kleinen Städten und Landkreisen" vor
Die Ergebnisse des Forschungs-Praxis-Projekts „Integrationspotenziale in kleinen Städten und Landkreisen“ sind in einer aktuellen Publikation zusammengefasst. Mit dem Forschungs-Praxis-Projekt wurde zum ersten Mal die Situation von Migranten und Migrantinnen in den kleineren Städten der ländlich geprägten Räume bundesweit vergleichend untersucht. In zwölf ausgewählten Klein- und Mittelstädten (aus acht Landkreisen) wurden exemplarisch die Bedingungen für Integration in den Kommunen des ländlich geprägten Raums analysiert und die jeweiligen Potenziale für die Integration von Zuwanderern ermittelt.
4.8.11
Potenziale von Jugendlichen mit Migrationshintergrund für die Fachkräftesicherung im Landkreis Altenkirchen nutzen
Unternehmen aus dem Landkreis Altenkirchen stellen einen zunehmenden Mangel an Nachwuchskräften fest. Insbesondere Schüler/innen der Realschule Plus scheinen für kleinere Betriebe und vermeintlich weniger attraktive Berufe schwer erreichbar. Die Unternehmen suchen daher nach Wegen, den Zugang zu den Schüler/innen (auch mit Migrationshintergrund) der Schulabgangsklassen zu verbessern und potenzielle Auszubildende für die angebotenen Ausbildungsplätze zu gewinnen.
Auf der Fachtagung "Biete Ausbildungsplatz, suche Jugendliche -
Migrationshintergrund erwünscht!" der Evangelischen Landjugendakademie und der Projektgruppe InPact soll am 29.8.2011 in Altenkirchen über die Situation der Wirtschaft und der Jugendlichen informiert, ein Austausch unter den Unternehmen befördert
und Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden.
31.5.11
Landesverwaltung NRW startet Initiative zur Interkulturellen Öffnung
Obwohl etwa ein Viertel der Menschen in Nordrhein-Westfalen Migrationsgeschichte haben, sind nur zwei bis drei Prozent von ihnen im Öffentlichen Dienst beschäftigt. Durch ein Maßnahmepaket möchte die Landesregierung diese Schieflage geraderpcken. Geplant sind u.a. Werbekampagnen und anonymisierte Bewerbungsverfahren.
24.5.11
Arbeitgeberpreis für Bildung ausgeschrieben
Deutsche Bahn und Telekom zeichnen auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) beispielhafte Bildungskonzepte aus. Gesucht werden Bildungs-einrichtungen, die durch gezielte Förderung die Potenziale junger Menschen mit Migrationshintergrund entfalten und die interkulturelle Kompetenz aller Kinder und Jugendlichen entwickeln.
18.5.11
ILO-Studie: Globale Wirtschaftskrise führt zu mehr Diskriminierung am Arbeitsplatz
Im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ist das Diskriminierungsrisiko für manche gesellschaftliche Gruppen wie beispielsweise Arbeitsmigranten wieder deutlich angestiegen. Dies zeigt der neue globale Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation.
16.5.11
Broschüren zur Anerkennung von Ärzten und Ingenieuren mit ausländischer Qualifikation
Die beiden neuen Broschüren des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge bieten Informationen zur Ausbildung in Deutschland, zu den Behörden und Institutionen (die voraussichtlich auch nach Inkrafttreten des geplanten Gesetzes für das Anerkennungsverfahren zuständig sein werden), zum derzeitigen Verfahren, zu den bisher bestehenden Anpassungs- und Nachqualifizierungsmöglichkeiten sowie den Beschäftigungsmöglichkeiten mit ausländischen Arzt- bzw. Ingeniuersqualifikationen.
16.5.11
Bundesagentur für Arbeit wirbt um Zuwanderer
Laut BA-Chef Jürgen Weise werde bis zum Jahr 2025 eine Lücke von 5 bis 6 Millionen Fachkräften entstanden sein, welche aus Arbeitskräften im Land höchstens zur Hälfte gefüllt werden könne. Daher plädiert Weise dafür, dass Deutschland in den kommenden Jahren zwei Millionen qualifizierte Zuwanderer aufnehmen solle.
9.5.11
Koalitionsvertrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen: Chancengleichheit und Vielfalt zentrales Thema
"Unser Land lebt von seiner Vielfalt, dem Engagement und den Ideen der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer. Wir werden ihnen zusätzliche Wege eröffnen, ihr Wissen und ihre Wünsche, ihre Erfahrungen und ihre Mitmenschlichkeit stärker einzubringen."
Gleich auf der ersten Seite des Koalitionsvertrags machen die zukünftigen Regierungspartner deutlich, welchen Stellenwert die Wertschätzung und Gestaltung der Vielfalt im Land hat. Chancengleichheit beim Zugang zu den gesellschaftlichen Ressourcen ist erklärtes Ziel, das sich durch fast alle Kapitel zieht.
3.5.11
"Migration als Chance" aus der Perspektive der beruflichen Bildung
Die aktuelle Veröffentlichung des Bundesinstituts für Berufsbildung fasst Beiträge zusammen, die sich Potenzialen und Realitäten der Beraufsausbildung von Migrantinnen und Migranten beschäftigen. Ob die Potenziale genutzt werden könnten, hänge maßgeblich von den Rahmenbedingungen ab. Die Schaffung gleichberechtigter Bildungschancen ist daher für alle in der Gesellschaft eine existenzielle Aufgabe.
Die Einzelbeiträge aus "Migration als Chance" können hier von der Homepage des BIBB heruntergeladen werden.
26.4.11
Institut der deutschen Wirtschaft Köln: Migranten stützen Aufschwung
Maximal rund 1,2 Millionen Menschen im Erwerbsalter werden voraussichtlich bis 2020 aus den mittel- und osteuropäischen Staaten nach Deutschland einwandern, wenn ab 1. Mai 2011 die Arbeitnehmer-Freizügigkeit gilt. Die Bundesrepublik ist damit neben Österreich das letzte EU-Land, das die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit gewährt.
Trotz der positiven Erfahrungen in Großbritannien sind deutsche Beschäftigte misstrauisch: Rund 40 Prozent fürchten laut einer Umfrage der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult, dass sich die Arbeitnehmer-freizügigkeit negativ auf ihren Job auswirken wird. Dabei könnten die Migranten aus Mittel- und Osteuropa gerade jetzt im Aufschwung helfen, den zusätzlichen Arbeitskräftebedarf zu decken und den einen oder anderen Engpass zu überbrücken.
19.4.11
"Wege zur beruflichen Integration jugendlicher Migrantinnen und Migranten" - Fachtag in Ludwigshafen
Im Rahmen der Umsetzung des Integrationskonzepts des Landes Rheinland-Pfalz haben sich das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen und zahlreiche Akteure aus den Bereichen berufliche Bildung und Arbeitsmarktpolitik zur Aufgabe gemacht, für mehr Transparenz im Angebot von arbeitsmarktpolitischen Fördermaßnahmen zu sorgen. Die Fachtagung am 19. Mai in Ludwigshafen ist der erste Schritt zur Umsetzung dieses Ziels.
18.4.11
Jahresgutachten Migration 2011 des SVR veröffentlicht
Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hat sein Jahresgutachten vorgelegt.
Der SVR fordert in der Hauptsache mehr Mut zu klaren Konzepten. Er stellt der Zuwanderungspolitik ein besseres Zeugnis als in der Vergangenheit aus, hält diese aber nicht für ausreichend zukunftsfähig. Die Steuerung der Zuwanderung sieht der SVR als reformbedürftig an und schlägt ein Drei-Säulen-Modell der Zuwandererförderung vor: 1. Senkung der Mindesteinkommensgrenze für ausländische Fachkräfte von derzeit 66.000 Euro auf ca. 40.000 Euro Jahresbrutto. 2. Forcierte „Bleibepolitik“ gegenüber internationalen Studierenden als ideale Zuwanderergruppe. 3. Einführung eines flexiblen Punktesystems.
12.4.11
Migranten und Migrantinnen häufiger selbstständig
Eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB zeigt: Migranten neigen viel häufiger als Einheimische zur Gründung
eines eigenen Unternehmens. Es gibt aber Anzeichen dafür, dass dies oft eine Reaktion auf ihre vergleichsweise schlechten Chancen am Arbeitsmarkt ist.Das heißt aber nicht, dass von Migranten gegründete Unternehmen
weniger erfolgreich sind als die von Nicht-Migranten. Sie sind im Schnitt genauso innovativ und sogar signifikant größer als die Gründungen der Einheimischen.
7.4.11
Berufsbildungsbericht 2011: Keine Chancengleichheit
Die Ausbildungslage 2010 hat sich für Ausbildungsbewerber und Ausbildungsbewerberinnen weiter verbessert. Das lag vor allem an der Zunahme der Zahl betrieblicher Ausbildungsverträge, aber auch am demografisch bedingten Bewerberrückgang und der Verringerung der Zahl der Altbewerber und der Zahl junger Menschen im Übergangssystem.
Anders sieht es jedoch aus für Jugendliche mit Migrationshintergrund: In der Berufsausbildung sind ausländische Jugendliche weiterhin stark unterrepräsentiert. Im Jahr 2009 fiel die Ausbildungsbeteiligungsquote junger Ausländer und Ausländerinnen mit 31,4 Prozent nur etwa halb so hoch aus wie die der deutschen jungen Menschen mit 64,3 Prozent, obwohl Jugendliche mit Migrationshintergrund nach der allgemeinbildenden Schulzeit ein ebenso hohes Interesse an einer Berufsausbildung wie deutsche Jugendliche haben.
6.4.11
Woche der Weiterbildung vom 23.-29. Mai 2011
Menschen mit Migrationshintergrund sind überdurchschnittlich häufig von Arbeitslosigkeit betroffen und nehmen unterdurchschnittlich an der beruflichen Fort- und Weiterbildung teil. Dies hat vielfältige Ursachen und hier besteht Handlungsbedarf.
Während dre "Woche der Weiterbildung" informieren Expertinnen und Experten – unter anderem vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit und vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) – über verschiedene Aspekte der Weiterbildung insbesondere für Menschen mit Migrationshintergrund. Ausgerichtet ist das an dem Ziel, über verstärkte berufliche Weiterbildung die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern zu verbessern.
2.4.11
Stadt Ingelheim 60. Aktionspartner
Der Ingelheimer Stadtrat hat auf seiner Sitzung im März beschlossen, der Aktionspartnerschaft "Vorsprung durch Vielfalt" beizutreten. Sie ist das 60. Mitglied der Initiative - herzlichen Glückwunsch!
25.3.11
Brüderle: Anerkennung von Berufsabschlüssen in Europa vereinfachen
Bundeswirtschaftsminister, Rainer Brüderle (FDP), setzt sich für die Verbesserung der europäischen Regeln zur gegenseitigen Anerkennung von Berufsqualifikationen ein. Berufsausweise sollen Abhilfe schaffen.
23.3.11
Bundesregierung beschließt Gesetz zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse
Durch die Neuregelung soll erreicht werden, dass künftig für Anerkennungssuchende, Arbeitgeber und Betriebe nachvollziehbare und bundesweit möglichst einheitliche Bewertungen zu beruflichen Auslandsqualifikationen zur Verfügung stehen.
Der Gesetzentwurf umfasst ein neues Bundesgesetz, das sogenannte Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz, sowie Anpassungen in bereits bestehenden Regelungen zur Anerkennung von Berufsqualifikationen in rund 60 auf Bundesebene geregelten Berufsgesetzen und Verordnungen für die reglementierten Berufe, also z.B. für die akademischen und nichtakademischen Heilberufe und die Handwerksmeister. Die Länder haben angekündigt, die berufsrechtlichen Regelungen in ihrem Zuständigkeitsbereich (beispielsweise Lehrer, Ingenieure, Erzieher) ebenfalls zu ändern, um auch für diese Berufe die Anerkennungs-verfahren zu verbessern.
18.3.11
Neue Publikation des BAMF: "Migranten am Arbeitsmarkt"
Der Frage nach der Position von Personen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt geht das aktuelle Arbeitspapier aus der Forschungsgruppe des Bundesamts nach.
Inwieweit unterscheidet sich das Ausmaß der Erwerbstätigkeit und Erwerbslosigkeit von Personen mit Migrationshintergrund gegenüber Menschen ohne diesen? Sind sie in den gleichen Wirtschaftszweigen und Berufen vertreten oder konzentrieren sie sich auf bestimmte Bereiche? Unter welchen Arbeitsbedingungen sind Personen mit Migrationshintergrund beschäftigt? Das hierzu erschienende Working Paper des Bundesamts beantwortet diese Fragen mit Hilfe von Daten der Bundesagentur für Arbeit und des Mikrozensus.
17.2.11
Ergebnisse der Integrationsministerkonferenz in Mainz
Gestern und heute tagten die Integrationsminister der Bundesländer unter Vorsitz der rheinland-pfälzischen Arbeits- und Sozialministerin Malu Dreyer in Mainz. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration und Integration, Maria Böhmer, nahm ebenfalls an den Sitzungen teil.
Ein Schwerpunktthema war die Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse, daneben berieten die Minister und Ministerinnen über das kommunale Wahlrecht, die Optionspflicht und die von der Bundesregierung geplanten Integrationsvereinbarungen.
17.2.11
Paradigmenwechsel in der kommunalen Integrationspolitik
In seinem Beitrag zur aktuellen Ausgabe von "Aus Politik und Zeitgeschichte" stellt Scott Stock Gissendanner einen Paradigmenwechsel in der kommunalen Integrationspolitik fest:
"Dessen zentrales Merkmal ist ein neuer Konsens über die 'Faktizität der Einwanderung' und die Unumgänglichkeit, die volle Integration von Einwanderern mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht anzustreben. Erst jetzt können wir von einer deutschlandweiten kommunalen Integrationspolitik im eigentlichen Sinne sprechen."
28.1.11
Bericht der Enquête-Kommission "Integration und Migration in Rheinland-Pfalz " im Landtag vorgestellt
Nach zweieinhalb Jahren hat die siebzehnköpfige Enquête-Kommission "Integration und Migration" mit elf Abgeordneten aus SPD, CDU und FDP sowie sechs benannten Sachverständigen im Landtag ihren Abschlussbericht vorgestellt. Der Bericht umfasst Analysen und Empfehlungen zu Politikbereichen, von der Situation von Kindern und Jugendlichen im Elementar- und Bildungsbereich über die Arbeits- und Ausbildungslage bis hin zur gesellschaftlichen und politischen Teilhabe.
21.1.11
"Global Competences" - Neue Studie zu Anerkennungsberatung aus dem IQ-Netzwerk
Mit der Studie werden Daten und Erfahrungen aus dem ersten bundesweiten Modellprojekt zur Anerkennungsberatung analysiert. Quantitative Ergebnisse ermöglichen Aussagen zur Statistik des Informationsportals berufliche-anerkennung.de und zur Gruppe der Inhaber/innen von ausländischen Bildungsabschlüssen, die im Zeitraum 2008/2009 das Serviceangebot der individuellen Anerkennungsberatung genutzt haben. Qualitative Auswertungen von Einzelfällen liefern wertvolle Erkenntnisse für einen weiteren Ausbau des spezialisierten Angebots der Anerkennungsberatung und zeigen konkrete Ansatzpunkte für eine sukzessive Verbesserung der Anerkennungspraxis in Deutschland.
21.1.11
10 Punkte-Plan gegen Fachkräftemangel
Laut Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit (BA) wird die Zahl der Erwerbsfähigen um etwa 6,5, Millionen sinken. In ihrem Zehn-Punkte-Plan forert die BA Maßnahmen für eine Ausweitung der Erwerbstätigkeit von Älterne und Frauen sowie gegen hohe Abrecherquoten in Schule, Ausbildung und Studium. Insgesamt werde sich das Problem aber ohne Zuwanderung nicht lösen lassen.
Broschüre "Perspektive 2025: Fachkräfte für Deutschland" der BA
11.1.11
Sarrazin schafft Zuversicht ab
Die Sarrazin-Debatte hat in der Einwanderungsgesellschaft Spuren hinterlassen. Zuwanderer blicken mit weniger Zuversicht auf das Zusammenleben in Deutschland als noch vor einem Jahr. Das zeigt eine vergleichende Befragung des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR), für die 2009 und 2010 über 2.000 Personen mit und ohne Migrationshintergrund befragt wurden.
23.12.10
Publikation von Naika Foroutan stellt Sarrazins Thesen auf den Prüfstand
"Das durch die Sarrazin-Debatte stark defizitär geprägte öffentliche Bild „der Muslime“ in Deutschland entspricht nicht dem Sachstand der tatsächlich messbaren Integrationserfolge, wie sie von namhaften Forschungseinrichtungen und -institutionen oder Marktforschungs-instituten erhoben und erforscht werden. Deren wissenschaftliche Analyse ist leider im politischen Diskurs dem Bauchgefühl einer meinungsbildenden Mehrheit unterlegen. Gegenläufige Trends und Ergebnisse, die von der Wissenschaft gemessen werden verschärfen eher das Misstrauen gegenüber der Forschung, als zu einem Stimmungs-wechsel innerhalb der Gesellschaft zu führen."
Die Autoren der Humboldt-Universität haben ein Dossier zusammengestellt, indem sie systematisch empirische Daten den Aussagen Thilo Sarrazins gegenüberstellen.
22.12.10
Umfrage der Bertelsmann-Stiftung: Moderne Einstellung der Menschen mit Migrationshintergrund zu Familie und Beruf
Im Rahmen einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage von TNS Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung wurden Personen mit und ohne Migrationshintergrund nach der beruflichen Karriere, dem Rollenverständnis von Mann und Frau, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Praxis der Kinderbetreuung sowie dem Zusammenleben mit mehreren Generationen befragt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Migrantinnen und Migranten häufig ein moderneres Familien- und Rollenverständnis vertreten als Personen ohne Migrationshintergrund. So sehen bspw. 41 Prozent der Migrant/innen Hausarbeit als gemeinsame Aufgabe an - bei den Nichtmigranten sind es nur 35 Prozent.
16.12.10
"Wie moderne Unternehmen ihre Mitarbeiter fördern"
Unter dem Stichwort Talentmanagement beschreibt der Artikel in der Welt online Strategien von Arbeitgebern, qualifizierte Fachkräfte zu finden und an das Unternehmen zu binden. Maßnahmen zur Arbeitszufriedenheit gehören ebenso dazu wie die individuelle Förderung des Personals.
14.12.10
Diskriminierungsschutz in der Verwaltung: Neues Projekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Mit einem neuen Projekt will die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) den Diskriminierungsschutz in der öffentlichen Verwaltung weiter vorantreiben. Die ADS wird dafür in den kommenden zwölf Monaten das Projekt „Chancen gleich(heit) prüfen – Diversity Mainstreaming für Verwaltungen“ durchführen. Bis zum Ende soll ein Leitfaden für Länder und Kommunen zu Diversity und Diskriminierungsschutz in der Verwaltung erarbeitet werden.
Das Projekt besteht aus zwei zentralen Bausteinen: einer wissenschaftlichen Untersuchung und Analyse von bereits bestehenden Instrumenten und Verfahren zur Herstellung von Chancengleichheit in der Verwaltung sowie einer Workshop-Reihe für Verantwortliche aus Ländern und Kommunen, um den Austausch über Lösungswege zu ermöglichen.
In dem Forschungsmodul sollen in insgesamt vier Länder- und Kommunalverwaltungen Feldforschungen zur Umsetzung von Gleichbehandlung durchgeführt werden. Untersucht werden dabei vor allem bereits bestehende Instrumente und Erfahrungen zur Umsetzung von Gleichbehandlung in der Verwaltung. In der Workshopreihe sollen insbesondere Erfahrungen ausgetauscht und eigene Ideen entwickelt werden, wie Nichtdiskriminierung nachhaltig verankert werden kann.
13.12.10
Pressekonferenz Initiativausschuss für Migrationspolitik und AGARP: Integrationsdebatte versachlichen, Wahlkampfpopulismus verhindern
In einer gemeinsamen Pressekonferenz warnen die Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration Rheinland-Pfalz AGARP und der Initiativausschuss für Migrationspolitik vor einer Instrumentalisierung der Integrationsdebatte zu Wahlkampfzwecken. Hintergrund ist das im Oktober verabschiedete Acht-Punkte-Programm zur Integration der CDU Rheinland-Pfalz. Es zeige sich darin eine Tendenz zur Überziehung, miit Begriffen wie Integrationsverweigerer, Hassprediger oder Ehrenmorde werde ein Bild der Gesellschaft aufgebauscht, das weit weg von der Normalität sei. "Sie leisten eher einen Beitrag dazu, die erkennbaren Erfolge in der rheinland-pfälzischen Integrationspolitik der vergangenen Jahre aufs Spiel zu setzen", so die Sprecher.
3.12.10
Heitmeyer: "Rohe Bürgerlichkeit und soziale Vereisung"
Unter Leitung von Wilhelm Heitmeyer untersuchen Wissenschaftler seit 10 Jahren das Phänomen der "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit", d.h. die Abwertung von Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu Gruppen wie z.B. Obdachlose, Homosexuelle, Einwanderer oder Lang-zeitarbeitslose. Heute stellten die Forscher ihre Ergebnisse aus dem Frühjahr dieses Jahres vor.
Zentrales Ergebnis der Untersuchung: Angefeuert von politischen, medialen und wissenschaftlichen Eliten sind in höheren Einkommens-gruppen deutliche Anstiege hinsichtlich abwertender, menschenfeindlicher Einstellungen gegenüber verschiedenen schwachen Gruppen vorzufinden. Dies müsse als eine deutliche Vereisung des sozialen Klimas interpretiert werden, meinen die Forscher.
Zudem sprechen die Wissenschaftler von einer zunehmend "rohen Bürgerlichkeit". Diese Rohheit zeichne sich dadurch aus, dass es infolge von ökonomischen wie gesellschaftlichen Kriseneffekten deutliche Hinweise auf eine "entsicherte wie entkultivierte Bürgerlichkeit" gebe, die auch über "angeblich liberale Tages- und Wochenzeitungen" verbreitet werde. Die neue Formel des Abbaus von sozialstaatlichem Anrecht auf Unterstützung laute: Gnade durch Wohlhabende und Selbstverant-wortung der sozial Schwachen.
1.12.10
Dietrich Tränhardt über "Integrationsrealität und Integrationsdiskurs"
Der Politikwissenschaftler vergleicht auf migazin.de die Entwicklung der Integrationsdebatten in Deutschland und denNiederlanden und kommt zu dem Schluss, dass "Perzeptionen und Realitäten in Bezug auf Migration und Integration sowohl in Deutschland wie in den Niederlanden in einem sehr lockeren Zusammenhang stehen". Oder anders ausgedrückt: Die tatsächliche Situation von Migrantinnen und Migranten wird im öffentlichen Diskurs kaum berücksichtigt.
25.11.10
Pilotprojekt zu anonymisiertem Bewerbungsverfahren gestartet
Bewerbungen ohne Foto, Name, Alter, Geschlecht, Herkunft und Familienstand: Das Modellprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes "Anonymisierte Bewerbungsverfahren" ist am 25.11.2010 offiziell gestartet. Für je 12 Monate werden Deutsche Post, Deutsche Telekom, L´Oréal, Mydays, Procter & Gamble, das Bundesfamilienministerium, die Bundesagentur für Arbeit in Nordrhein-Westfalen und die Stadtverwaltung von Celle neue Wege der Mitarbeiterrekrutierung ausprobieren.
18.11.10
Malu Dreyer: Rheinland-Pfalz macht erfolgreiche Integrationspolitik
„Die Integrationspolitik des Landes Rheinland-Pfalz ist geleitet von der Erkenntnis, dass Zuwanderung eine Bereicherung und Chance ist. Wir können zu Recht stolz sein auf das, was wir in den zurückliegenden Jahren in der Integrationspolitik in Rheinland-Pfalz erreicht haben.“ Das unterstrich Sozialministerin Malu Dreyer heute im rheinland-pfälzischen Landtag. Vor allem das vor drei Jahren gemeinsam mit den gesellschaftlichen Gruppen aufgelegte Integrationskonzept habe einen wichtigen Beitrag dazu geleistet und zeige auf eindrucksvolle Weise, was machbar sei, wenn alle verantwortlich einem Ziel folgten, so die Ministerin.
17.11.10
"Problem des Fachkräftemangels hausgemacht"
Diese Ansicht vertritt Prof. Dr. Georg Spöttl, Leiter des Instituts Technik und Bildung (ITB) an der Universität Bremen, einer der größten unabhängigen Forschungseinrichtungen für Berufsbildung in Europa.
„Statt sie nach der Schule in im Rahmen einer betrieblichen Ausbildung in die Praxis zu integrieren, werden zeitweise bis zu 700.000 der bis 25-Jährigen im Übergangssystem und in Qualifizierungssubsystemen
geparkt, also in Maßnahmen, die nicht die berufliche Erstausbildung betreffen. Es werden nicht nur zu viele Jugendliche in berufsvor-bereitenden Maßnahmen gesteckt, sondern sie bleiben dort auch zu lange“, sagt Spöttl. Untersuchungen für eine Bertelsmann-Studie vom Oktober 2008 ergaben auf der Basis von Zahlen aus 2006: Rein rechnerisch verbringt jeder Schulabgänger mit maximal Hauptschul-abschluss rund 1,4 Jahre im Übergangssystem.Der Bremer Forscher fordert eine bessere Abstimmung der Aktivitäten und ein nachhaltiges Implementieren erfolgreicher Maßnahmen sowie ein Aufräumen und Gesundschrumpfen des Übergangssystems. „Wer jetzt versucht, die Misere alleine auf den demografischen Wandel und die Schulen zu schieben, verschleiert die Versäumnisse der vergangenen Jahre“, meint Spöttl. Defizite sieht er nicht nur in Politik, den etablierten Systemen, bei Verbänden und Bildungseinrichtungen, sondern auch bei den Unternehmen.
17.11.10
Deutschland unattraktiv für Hochqualifizierte
Eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags kommt zu dem Ergebnis, dass Deutschland zu wenig unternimmt, um Experten aus dem Ausland anzuwerben. Die Auswertungen einer DIHK Umfrage unter 47 Außenhandelskammern zeige, dass Deutschland auf einer Skala von eins bis fünf (attraktiv bis unattraktiv) gerade einmal 2,8 erziele. Dabei würden Sprache, hohe bürokratische Hürden und die Nichtanerkennung von ausländischen Qualifikationen am häufigsten genannt.
Insgesamt tue Deutschland zu wenig, um Experten aus anderen Staaten anzulocken. So sei es beispielsweise praxisfern, ausländischen Studenten nach abgeschlossenem Studium in Deutschland lediglich eine Einjahresfrist zu gewähren, um eine Arbeitsstelle zu finden. Das vergraule viel junge Akademiker. Auch empfiehlt die DIHK die jährliche Einkommensgrenze für ausländische Fachkräfte von derzeit 66 000 auf 40 000 Euro zu senken.
17.11.10
BIBB: Geringere Chancen für Migranten bei der Ausbildungsplatzsuche
Der neue Report des Bundesinstitus für Berufliche Bildung belegt einmal mehr, dass die Chancen auf einen Ausbildungsplatz nicht nur von der Bildungssituation der Eltern und der sozialen Situation abhängen, sondern weitere Benachteiligungen wirksam werden, die in direktem Zusammenhang mit dem Migrationshintergrund stehen. Angesichts der demografischen Entwicklung und des drohenden Fachkräftemangels, so das Fazit der BIBB-Studie, werden die Betriebe prüfen müssen, ob sie die Auswahlkriterien bei der Besetzung ihrer Lehrstellen unverändert beibehalten.
16.11.10
Auswanderungsland Deutschland
Deutschland verliert im Wettbewerb um die besten Köpfe in Europa. Das zeigt eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Die Bundesrepublik war in den vergangenen Jahren nicht in der Lage, die Auswanderung hochqualifizierter Erwerbstätiger durch die Einwanderung ähnlich qualifizierter Personen aus anderen EU-Staaten zu kompensieren.
15.11.10
Diskriminierungserfahrungen begünstigen Gewalttätigkeit
Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) hat Erkenntnisse einer Vergleichsstudie veröffentlicht "Erfahrungen muslimischer und nicht muslimischer Jugendlicher mit Diskriminierung, sozialer Ausgrenzung und Gewalt." Ziel der Erhebung der Agentur war es auch, mögliche Zusammenhänge zwischen den Erfahrungen Jugendlicher mit Diskriminierung, sozialer Ausgrenzung sowie Rassismus und ihrer Gewaltbereitschaft und der tatsächlichen Ausübung von Gewalt zu untersuchen. Die Studie wurde in Frankreich, Spanien und UK durchgeführt.
Fazit der Studie: "In allen drei EU-Mitgliedstaaten, in denen die Erhebung durchgeführt wurde, war bei Jugendlichen, die sich sozial ausgegrenzt fühlten, und bei denjenigen, die aufgrund ihres kulturellen oder religiösen Hintergrunds, ihrer Hautfarbe oder Sprache Opfer von Gewalt geworden
waren, die Bereitschaft zu emotionaler Gewalt (wie Hänseln oder Drangsalieren) gegenüber anderen höher als bei Jugendlichen, die sich nicht sozial ausgegrenzt fühlten oder die aus den genannten Gründen nicht schikaniert worden waren." Und: Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass muslimische Jugendliche häufiger oder seltener Gewalt anwenden als nichtmuslimische.
8.11.10
Ausbildungsmarkt: Bessere Chancen durch demographischen Wandel?
Seit mehreren Jahren gelingt einer beträchtlichen Zahl von Jugendlichen der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beschäftigung nur mit großen zeitlichen Verzögerungen. So befinden sich im Jahr 2008 ca. 400.000 Schulabsolventen nach der allgemein bildenden Schule zunächst in einer der zahlreichen Maßnahmen des sogenannten Übergangssystems. In diesem Zusammenhang wird die These vertreten, dass die virulenten Probleme der schwierigen Einmündung in Ausbildung und Beschäftigung mehr oder weniger demographisch gelöst werden.
Eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ist dieser Frage nachgegangen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Jugendlichen im Übergangssystem aufgrund der demographischen Entwicklung bis 2025 zwar zurückgehen wird, jedoch ohne Veränderungen und effektive Interventionen immer noch auf einem Niveau von ca. 238.000 Jugendlichen bestehen bleibt.
Die Autoren haben Optionen zur Behebung des Fachkräftemangels erarbeitet sowie Anregungen zur Neuausrichtung des Übergangsystems formuliert.
7.11.10
Malu Dreyer: Differenziert argumentieren
In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau äußert sich Sozialministerin Malu Dreyer zur Rolle der Politik bei der Integration von Migrantinnen und Migranten: "Dass Menschen wie Sarrazin Bücher schreiben, kann man nicht verhindern. Aber dass Politiker sich dann dazu hinreißen lassen, nicht mit sachlichen Argumenten die Erfolge der Integration herauszustellen, sondern etwa vor Zuwanderung aus arabischen Ländern zu warnen, das verstärkt die Ängste bei den Bürgern nur. Natürlich ist es mühsam, differenzierte Antworten zu geben. Aber das ist unsere Verantwortung."
2.11.10
Landesregierung tritt Aktionspartnerschaft bei
Der rheinland-pfälzische Ministerrat hat heute den Beschluss zur „Interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung“ gefasst, den es in verschiedenen einzelnen Schritten umzusetzen gilt. Einer davon ist der Beitritt zur Aktionspartnerschaft "Vorsprung durch Vielfalt" mit allen Ressorts der Landesregierung.
29.10.10
Studie zur sozialen Mobilität: Kaum Bewegung, viel Ungleichheit
Der Befund der im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung entstandenen Studie "Kaum Bewegung, viel Ungleichheit" ist eindeutig: In kaum einem anderen Industrieland ist die Durchlässigkeit der Gesellschaft so gering ausgeprägt wie in Deutschland. Weniger als ein Prozent der Bevölkerung schafft es, aus einem Elternhaus, in dem der Vater ungelernter Arbeiter ist, selbst in eine leitende Angestelltenposition zu gelangen. Dagegen werden ca. zwei Drittel der Kinder aus einer leitenden Angestelltenfamilie selbst leitende oder hochqualifizierte Angestellte.
Für Ralf Fücks, Vorstand der Stiftung, ein inakzeptabler Zustand: "Eine Einwanderungsgesellschaft kann nur Bestand haben, wenn jede und jeder die Chance hat, durch Bildung und Arbeit aufzusteigen."
28.10.10
Ministerin Dreyer besucht Aktionspartner Wohnungsbau GmbH in Worms
„Die aktuelle Integrationsdebatte zeigt, wie wichtig es ist, erfolgreiche Beispiele gelebter Integration und des wertschätzenden Miteinanders bekannt zu machen, wie es sie tausendfach in unserem Land gibt. Es wird viel zu oft nur von Defiziten geredet, das erzeugt Misstrauen und leistet dem Populismus Vorschub“, sagte Sozialministerin Malu Dreyer heute in Worms. In der Domstadt besuchte Dreyer im Rahmen ihrer Themenreise verschiedene Organisationen und Einrichtungen, die zu einer gelungenen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund beitragen, darunter die Wohnungsbau GmbH, Aktionspartnerin in "Vorsprung durch Vielfalt".
27.10.10
BAMF-Studie zur Arbeitsmigration von Drittstaatsangehörigen
Als deutsche Teilstudie zu einem vergleichend angelegten europäischen Projekt – durchgeführt vom Europäischen Migrationsnetzwerk (EMN) – soll die Studie klären, inwieweit Deutschland seinen bestehenden Bedarf an Arbeitskräften durch Zuwanderung aus Staaten außerhalb der Europäischen Union deckt, nach welchen Kriterien und auf welcher Rechtsgrundlage.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass gesteuerte Erwerbsmigration einen wichtigen Bestandteil zur Deckung des Arbeitskräftebedarfs darstellt, insbesondere bei Hochqualifizierten und Fachkräften, auch wenn der Fokus weiterhin auf der Aus- und Weiterbildung inländischer Arbeitskräfte liegt. Da Deutschland jedoch trotz der Hinwendung zu einer arbeitsmarktorientierten Steuerung der Zuwanderung nur sehr wenige hochqualifizierte Zuwanderer dauerhaft gewonnen habe - 2009 sind lediglich 311 hochqualifizierte Drittstaatsangehörige zugewandert -, sei zu erwarten, dass das gegenwärtige Rechtssystem auf allen Ebenen fortentwickelt werde.
25.10.10
CDU Rheinland-Pfalz beschließt "Acht-Punkte-Programm" zur Integration
In dem Programm, mit dem sich die CDU zur bevorstehenden Landtagswahl positioniert, heißt es: "Wir betrachten Integration als eine Daueraufgabe für Staat und Gesellschaft. Sie muss Freiräume eröffnen, aber auch Grenzen setzen. Gelingende Integration bedeutet: Miteinander leben, statt nebeneinander her.
Die Utopie vom problemlosen „Multikulti“ ist gescheitert. Die CDU Rheinland-Pfalz erwartet von den hier lebenden Zuwanderern, dass diese sich die Grundlagen unseres Staates und seiner freiheitlich demokratischen Grundordnung zueigen machen. Dazu zählt die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Menschenwürde, die Trennung von Staat und Religion und die Anerkennung der Kultur, die uns leitet und zusammenhält."
21.10.10
Institut der Deutschen Wirtschaft fordert: Anerkennung ausländischer Abschlüsse beschleunigen
Migranten mit im Ausland erworbenen Bildungs- und Berufsabschlüssen
müssen diese erst anerkennen lassen, bevor sie in Deutschland in ihrem
Beruf arbeiten können. Doch das Verfahren ist komplex und langwierig. Die Bundesregierung will mit dem geplanten Anerkennungsgesetz Zuwanderern den Zugang zu Bewertungsverfahren erleichtern – daran teilnehmen können dann auch Menschen aus Drittstaaten sowie EU-Bürger, die Abschlüsse in nicht-reglementierten Berufen erworben haben. Wird das Gesetz tatsächlich verabschiedet, könnten rund 300.000 weitere Migranten einen Antrag auf Anerkennung stellen.
21.10.10
iaf-Tagung: "Gefühlte und gelebte gesellschaftliche Realitäten"
Die Fachtagung des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften setzt sich am 19.11.10 in Frankfurt mit Fragen auseinander, die seit jeher aktuell sind, aber z.Zt. durch die öffentliche Diskussion über Zuwanderung und Integration besondere Relevanz zu haben scheinen:
"Was macht Deutschsein und Zugehörigkeit in unserer Gesellschaft aus? Wer soll wohin integriert werden? Wie sieht eine gemeinsame gesellschaftliche Zukunft aus, in der zunehmend Menschen mit vielfachen Identitäten und Zugehörigkeiten sich heimisch fühlen?"
Referenten: Dr. Mark Terkessidis und Dr. Naika Foroutan
20.10.10
Ministerpräsident Beck: Aktivitäten zur Vermittlung von türkischstämmigen Jugendlichen in Ausbildung verstärken
Ministerpräsident Kurt Beck hat angeregt, dass der Ovale Tisch für Ausbildung und Fachkräftesicherung einen besonderen Akzent auf die Vermittlung von türkischstämmigen Jugendlichen in Ausbildung legt.
19.10.10
Institut für Menschenrechte: "Menschenrechte müssen Grundlage der Debatte um Integration und Zuwanderungsein"
"Ressentiments gegenüber Muslimen, wahlweise und austauschbar verwendet auch gegenüber "Türken" und "Arabern", werden zunehmend öffentlich ausgesprochen. Inzwischen betreiben auch im politischen Raum einzelne Akteure eine solche Stigmatisierung von ganzen Bevölkerungs-gruppen. So wird eine Stimmung der Abwertung und Ausgrenzung von Menschen erzeugt und einer Spaltung der Gesellschaft Vorschub geleistet. Äußerungen und Veröffentlichungen, die Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen forcieren und damit deren Abwertung befördern, kann eine auf Menschenrechten basierende Gesellschaft nicht hinnehmen. Das Deutsche Institut für Menschenrechte erinnert daher an die Menschen-rechte als Grundlage für die gegenwärtige Integrations- und Zuwanderungsdebatte."
29.10.10
Aufbau eines Informationsportals zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, hat heute den Startschuss für den Aufbau eines neuen Informationsportals gegeben, mit dem ausländische Berufsabschlüsse in Deutschland einfacher und schneller anerkannt werden sollen. Mit dem Aufbau des Informationsportals wird eine erste Maßnahme der Fachkräfteinitiative “Deutschlands Zukunft sichern – Fachkräfte gewinnen” umgesetzt.
Das Informationsportal richtet sich in erster Linie an Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern. Denn diese Kammern bewerten in Deutschland ausländische berufsqualifizierende Abschlüsse. Um die Kammern zu unterstützen, werden zum Beispiel Berufsprofile deutscher und ausländischer Berufsabschlüsse transparent gemacht. Auch soll das Portal dokumentieren, wo bereits eine Gleichwertigkeit zwischen deutschen und ausländischen Berufsabschlüssen festgestellt wurde. Umgekehrt können auch diejenigen, die einen ausländischen Abschluss anerkannt haben möchten, im neuen Informationsportal Rat finden.
13.10.10
Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung: Rechtsextreme Einstellung der Mittelschicht nimmt zu
Die Studie "Die Mitte in der Krise. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010" basiert auf einer Repräsentativbefragung und setzt Untersuchungen fort, die seit 2002 durchgeführt werden. Rechtsextreme Einstellungen wurden in der Befragung unter sechs konkreten Dimensionen untersucht: Befürwortung Diktatur, Chauvinismus, Ausländerfeindlichkeit, Sozialdarwinismus, Antisemitismus, Verharmlosung Nationalsozialismus. In fast allen Dimensionen ist eine größere Zustimmung zu rechtsextremen Einstellungen im Vergleich zu 2006 und 2008 zu beobachten.
So stimmt ein Viertel der Bevölkerung Aussagen ausländerfeindlichen Inhalts zu, 2008 war es etwa ein Fünftel. Unabhängig von der Erhebung zum Rechtsextremismus haben die Forscher auch nach Islamfeindlichkeit gefragt. Der Aussage „Araber sind mir unangenehm“ stimmten 55,4% zu, 2003 waren es 44,2%. Die Religionsausübung für Muslime wollen bundesweit 58,4% verbieten.
12.10.10
Arbeitgeberpräsident Hundt: "Wir brauchen Fachkräfte aus dem Ausland"
Als Reaktion auf den von Horst Seehofer geforderten Zuwanderungsstopp sagte Dieter Hundt der Fachkräftemangel werde mit dem wirtschaftlichen Aufschwung und durch den demografischen Wandel noch verstärkt. Deutschland benötige auch in Zukunft Fachkräfte aus dem Ausland.
12.10.10
Rheinland-Pfalz übernimmt Vorsitz der Integrationsministerkonferenz
Am 1. Oktober 2010 hat Rheinland-Pfalz den Vorsitz der Konferenz der für Integration zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren der Länder (IntMK) von Nordrhein-Westfalen übernommen. Neue Vorsitzende für ein Jahr ist die für Integration zuständige Sozialministerin Malu Dreyer. „Integration ist ein Thema, das die Menschen bewegt, das zeigen nicht nur die Diskussionen der vergangenen Wochen“, sagten Malu Dreyer und Guntram Schneider, Integrationsminister des Landes Nordrhein-Westfalen. „Wir wissen, dass wir schon viel erreicht haben, sehen aber auch die Herausforderungen, die noch zu bewältigen sind“, betonten sie bei der symbolischen Staffelübergabe für den Vorsitz heute in Mainz.
11.10.10
Bildungsmonitor 2010: Soziale Einflüsse auf Bildungserfolg
Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlichte den Bildungsmonitor in diesem Jahr zum siebten Mal. Seit 2004 betrachtet die Studie das deutsche Bildungssystem und untersucht in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. Dabei bewertet sie den Beitrag der Bildung zum Wirtschaftswachstum.
Zu den betrachteten Handlungsfeldern gehört unter anderem die Integration. Untersucht wurde in diesem Zusammenhang, in welchen Umfang es dem Bildungswesen gelingt, die Verknüpfung des Bildungsstands im Elternhaus mit den Bildungsergebnissen der Kinder zu lösen. Der Einfluss des sozialen Hintergrundes auf den Bildungserwerb wird besonders im Übergang von der Grundschule auf die Oberschule deutlich. Kinder türkischer Herkunft besuchen seltener ein Gymnasium oder eine Realschule. Bei gleicher schulischer Leistung und sozialem Hintergrund besuchen sie jedoch sogar häufiger ein Gymnasium oder eine Realschule als ihre deutschen Mitschüler. Im Studium ist Ähnliches zu beobachten. Studierende mit Migrationshintergrund schließen bei vergleichbarem sozioökonomischem Hintergrund und Leistungen in Mathematik häufiger das Studium ab als solche ohne Migrationshintergrund.
11.10.10
Gesteuerte Zuwanderung bringt Wachstumsimpulse
Der demografische Wandel schwächt mittel- bis langfristig das Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft. Denn die Zahl der Erwerbspersonen schrumpft, so das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Allein in den MINT-Berufen – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – werden in zehn Jahren mehr als 200.000 Akademiker fehlen. Eine aktive und qualifikationsorientierte Einwande-rungspolitik kann solchen Fachkräfteengpässen entgegenwirken und Wachstumsimpulse erzeugen.
Welche Wachstumsimpulse eine gesteuerte Einwanderung langfristig bringt, hat das IW Köln berechnet. Danach wächst das Bruttoinlandsprodukt jährlich um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte. Voraussetzung: Netto wandern jährlich 100.000 Personen zu und die Einwanderer weisen zumindest dieselbe Qualifikationsstruktur auf wie die einheimische Bevölkerung.
Um diese positiven Effekte erzielen zu können, sollte Deutschland bei der Zuwanderung ein Punktesystem ähnlich wie in Kanada einführen. Neben dem Arbeitsmarktbedarf legen die Nordamerikaner vor allem Wert auf das allgemeine Bildungsniveau und die beruflichen Qualifikationen. Beide sind für einen nachhaltigen Brain Gain besonders wichtig. Dabei sollten grundsätzlich Zuwanderer aus allen Regionen der Welt gewonnen werden, wenn sie über die entsprechenden Qualifikationen verfügen.
5.10.10
Personalpolitik ohne Vielfalt ist ein Verlustgeschäft
Zu diesem Schluss kamen die Akteure der Veranstaltung „Vielfalt als Chance für Unternehmen”, zu der die die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan, eingeladen hatte.
"Studien sagen, dass im Jahr 2020 rund 230 000 Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker fehlen. Aus dem Ausland wird Deutschland diesen Bedarf nicht decken können, wenn wir uns die derzeitigen Zahlen der Einwanderung von Hochqualifizierten ansehen. Daher müssen wir die Potentiale im Land erkennen und fördern”, sagte Ministerin Özkan.
1.10.10
„Zusammen – ARBEIT – Bleiben“
Tagung des Netzwerks InProcedere – Bleiberecht durch Arbeit
Das Netzwerk „InProcedere – Bleiberecht durch Arbeit“ ist eines von bundesweit 43 Netzwerken, welche die Arbeitsmarktintegration von Bleibeberechtigten und Flüchtlingen zum Ziel haben. Seit Januar 2009 begleitet und unterstützt InProcedere in mehreren Regionen in Rheinland-
Pfalz Menschen mit Bleiberecht und Flüchtlinge auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft. Dabei sind die Projektpartner neue Kooperationen eingegangen und haben zum Teil ungewöhnliche Wege beschritten.Auf der Tagung am 25. Oktober in Mainz werden Erfahrungen und Beispiele vorgestellen und ihre Umsetzbarkeit in anderen Regionen diskutiert.
1.10.10
"Tag der Vielfalt" in Metz/Lothringen
Am Samstag, 16. Oktober, lädt die Europäische Kommission zum Tag der Vielfalt ins französische Metz ein. Zum ersten Mal vereint diese Veranstaltung mehr als 40 Verbände, öffentliche und private Organisationen und Unternehmen, die sich gegen Diskriminierungen in der Großregion engagieren. Diese erwarten Sie, um Ihnen ihre Aktivitäten zu präsentieren und Ihre Fragen zu beantworten.
30.9.10
Zertifizierung zur Interkulturellen Öffnung der Häuser der Familie
Die "Häuser der Familien" in Rheinland- Pfalz, in denen vielfältige Beratungen angeboten werden, sollen sich künftig noch mehr Bürgern mit ausländischen Wurzeln öffnen. Zur Unterstützung startet im nächsten Jahr ein Zertifizierungsverfahren, an dem auch die Kommunen beteiligt sind. Das teilte das Sozialministerium am Donnerstag in Mainz mit.
27.9.10
Fachkräftemangel beschäftigt Wirtschaft und Politik
"Um den Fachkräftebedarf künftig zu sichern, müssen mehr Menschen am Erwerbsleben teilhaben. Eine zentrale Herausforderung der Zukunft wird deshalb sein, wie wir ältere Menschen länger und bestimmte Zielgruppen besser in den Arbeitsmarkt integrieren“, sagte Ministerpräsident Kurt Beck bei einer Diskussionsveranstaltung in Berlin.
24.9.10
Integrationsbeauftragte Böhmer kündigt leichtere Anerkennung ausländischer Abschlüsse an
In einem Interview mit dem Handelsblatt sagte Böhmer: "Bis Ende 2010 wollen wir einen Gesetzentwurf vorlegen, in dem Ausländer aus Drittstaaten - so wie schon EU-Bürger und Aussiedler - einen Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren ihrer beruflichen Qualifikation bekommen. Es darf nicht länger als sechs Monate dauern."
21.9.10
"Starke Frauen - schwerer Weg" - Publikation zur Diskriminierung muslimischer Frauen
Die Broschüre "Starke Frauen - schwerer Weg" wurde von der Arbeitsgruppe „Muslimische Frauen“ beim Interkulturellen Rat erstellt. Sie versteht sich als Beitrag zur Versachlichung der in den letzten Wochen zunehmend emotionalisierten Debatte um das Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen in Deutschland.
„Wer einschlägige Untersuchungen und Berichte der Betroffenen unvoreingenommen zur Kenntnis nimmt, merkt schnell, dass Sarrazin und andere Unrecht haben, die Muslimen mangelnde Leistungs- und Integrationsbereitschaft unterstellen und gesellschaftliche Diskriminierung schlichtweg leugnen“, erklärte Torsten Jäger, der Geschäftsführer des Interkulturellen Rates. Viele junge muslimische Frauen strebten nach Bildung und beruflichem Erfolg, so der Interkulturelle Rat. "Sie absolvieren eine Ausbildung oder ein Studium und wollen ihre Qualifikationen in unsere Gesellschaft einbringen. Sie könnten Vorbilder für andere sein und sind hierzu bereit. Allerdings gilt für viele muslimische Frauen der Grundsatz nicht, dass Bildung und Leistung sich lohnen. Trotz hoher Leistungsbereitschaft und Qualifikation werden sie im Bildungswesen, in der Arbeitswelt und in der Öffentlichkeit ausgegrenzt und diskriminiert."
17.9.10
Pragmatik statt Panik, handeln statt hysterisieren: SVR benennt
Aufgabenfelder der Integrations- und Migrationspolitik
Die Debatte um das Buch von Thilo Sarrazin hat nach dem Vorsitzenden des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) Prof. Dr. Klaus J. Bade, „eine desintegrative Eigendynamik an der Grenze zu Hysterie und Panik entwickelt. Sie kann zerstören, was sie eröffnen könnte: eine sachliche Auseinandersetzung mit Erfolgen, Problemen und Aufgaben im Feld von Integration und Migration.“ Der SVR mahnt nun eine handlungsorientierte Diskussion an. Diskussions- und
Handlungsbedarf sieht der SVR besonders in fünf Bereichen: 1. Zuwande-rungssteuerung, 2. frühkindliche Förderung, 3. schulische Bildung, 4. nachholende Integrationsförderung, 5. Integrationspolitik in der öffentliche Diskussion.
16.9.10
Aktionspartner Kemmer & Hein erhält Deichmann-Förderpreis
Aus Sicht des Firmenchefs, Matthias Kemmer, sollen Jugendliche mit Migrationshintergrund, mit Sprach- und Lernschwäche die gleichen Einsatzchancen bekommen wie nicht benachteiligte und eine qualifizierte Ausbildung zum Mechatroniker absolvieren.
Ministerpräsident Beck: "Dieses sozialpolitische Engagement von wirtschaftlichen Akteuren ist nicht selbstverständlich. Dies ist ein vorbildlicher Baustein eines gesellschaftlichen Fundaments, ohne das die Gemeinschaft auseinanderdriften würde. Das unterstreicht das Ziel, das bei jungen Menschen in Schule und Ausbildung im Vordergrund stehen sollte: Keiner darf verloren gehen." Jeder junge Mensch sei die Fachkraft von morgen. "Wir brauchen alle Talente und alle Fähigkeiten", unterstrich der Ministerpräsident abschließend.
15.9.10
Migranten schaffen 150.000 Arbeitsplätze im laufendne Jahr
Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) beraten immer mehr Gründungsinteressierte mit Migrationshintergrund. Das ist das Ergebniss einer DIHK-Blitzumfrage unter den Industrie- und Handelskammern im September 2010.
15.9.10
Kritik an Vorstellung des Integrationsprogramms der Bundesregierung
Vor einer Woche hatte Innenminister Thomas de Maizière das Integrationsprogramm der Bundesregierung vorgestellt. Seitdem häufen sich die kritischen Wortmeldungen aus Parteien, Verbänden und Wissenschaft.
Hauptsächlich wird die als nicht belegbare Zahl von "10-15% Integrationsverweigerer" kritisiert, die de Maizière genannt hatte. Zudem würden nicht ausreichend Mittel zur Umsetzung des Programms zur Verfügung gestellt.
13.9.10
BAMF wendet 2010 insgesamt 233 Mio. Euro Integrationsmittel auf
Obwohl die derzeitige Haushaltslage angespannt ist und alle Ressorts der Bundespolitik Sparmaßnahmen unterliegen, wurden die Gelder für Integrationsmaßnahmen aufgestockt. Der Haushaltstitel für Integrationskurse wurde einmalig im laufenden Jahr mit einem Betrag von 15 Mio. Euro verstärkt. Als Grund dafür führt Bundesinnenminister Thomas de Maizière die steigenden Teilnehmerzahlen an.
Insgesamt stehen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Jahr 2010 rund 233 Mio. Euro zur Verfügung. Das sind mehr Mittel als je zuvor. Dennoch wird das Bundesamt Maßnahmen ergreifen müssen, um mit den Geldern auszukommen. Laut Minister de Maizière wird allerdings weder in das Recht auf Teilnahme an einem Integrationskurs, noch die Strukturen der Integrationskurse eingegriffen.
8.9.10
Bundesweites Integrationsprogramm vorgestellt
Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière stellte heute das bundesweite Integrationsprogramm vor. Das Integrationsprogramm hat den Anspruch, die Vielfalt bestehender Integrationsangebote zu erfassen und Vorschläge für eine Weiterentwicklung der Angebote zu machen. Bestehende Förderangebote von Bund, Ländern, Kommunen und freien Trägern werden umfänglich beschrieben. Die wichtigsten Themen des Integrationsprogramms werden in den Prozess des Aktionsplans zur Umsetzung des Nationalen Integrationsplans eingebracht und in
diesem Rahmen umgesetzt.
3.9.10
Vorsprung durch Vielfalt-Rundbrief Nr. 8: Kundengewinnung
Langsam entdeckt die Wirtschaft die Zielgruppe der Verbraucherinnen und
Verbraucher mit Migrationshintergrund. Vor allem junge Migranten der 2.
und 3. Generation gelten als konsumfreudig, und ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird auch in den kommenden Jahren zunehmen.
Was bedeutet dies für produzierende Unternehmen und Dienstleister? Wie können vielfältige Zielgruppen erreicht werden? Gibt es spezielle Konsumgewohnheiten, und wenn ja, wie findet man sie heraus?
Diesen und anderen Fragen haben wir unseren aktuellen Infobrief unter
dem Oberthema Kundengewinnung in einer vielfältigen Gesellschaft gewidmet.
24.8.10
Vielfalt durch anonymisierte Bewerbungsverfahren - Pilotprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Kein Foto, ohne Alter und Geschlecht, keine Hinweise auf Herkunft und Familienstand: Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes startet im Herbst ein Pilotprojekt zu anonymisierten Bewerbungsverfahren. Anonyme Bewerbungen sollen die Jobchancen für Menschen erhöhen, die normalerweise kaum zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden: über 50-Jährige zum Beispiel, Eltern kleiner Kinder oder Migranten.
"Ich glaube, wir müssen eine neue Bewerbungskultur in Deutschland einführen, die den Fokus nur auf die Qualifikation eines Menschen richtet. Denn wir können es uns nicht leisten, Menschen zu verlieren, gerade im Hinblick auf den demographischen Wandel", so die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders. Ihr gehe es um Freiwilligkeit und um ein Umdenken, vergleichbar mit der Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG): Anfänglich sei die Wirtschaft skeptisch gewesen, und heute gingen die Unternehmen damit ganz unkompliziert um. "Seit vier Jahren läuft die Praxis des AGG reibungslos", sagte Lüders.
8.7.10
Vorsprung durch Vielfalt-Rundbrief Nr. 7: Strategien gegen Fachkräftemangel
Die aktuelle Ausgabe des Vorsprung durch Vielfalt-Rundbriefs beschäftigt sich mit dem Thema Fachkräftemangel und zeigt Wege auf, mit welchen das ungenutzte Potenzial der Bevölkerung mit Migrationshintergrund erschlossen werden kann. Wie diese Strategien praxistauglich werden illustrieren wir anhand von zwei Beispielen. Darüber hinaus geben wir Hinweise auf aktuelle Publikationen mit Hintergrundinformationen zum Thema des Newsletters.
Die Projektgruppe InPact bietet weiterhin Hintergrund- und Praxisinformationen zu Diversity Management und Interkultureller Öffnung im Zusammenhang mit Chancengleichheit für Menschen mit Migrationsgeschichte. Unser Arbeitsschwerpunkt liegt auf der individuellen Beratung und fachlichen Unterstützung von Organisationen aus dem öffentlichen Bereich und von Unternehmen, die Prozesse zur Gestaltung der Vielfalt voranbringen und entsprechende Instrumente einsetzen oder weiter entwickeln wollen. Dieses Beratungsangebot stellen wir Ihnen im Newsletter kurz vor.
7.7.10
8. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vorgelegt
"Die Integration in Deutschland gewinnt an Fahrt. Bei Sprache, Bildung und Ausbildung sind Fortschritte zu verzeichnen. Dennoch gilt: Gerade im Bildungs- und Ausbildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt ist die Situation vieler Migranten nach wie vor dramatisch. Diese Großbaustellen der Integration müssen wir in den nächsten Jahren verstärkt angehen. Unser Ziel ist: Deutschland muss das Land der Aufsteiger werden", sagte Staatsministerin Maria Böhmer bei der Vorstellung des Berichts.
6.7.10
Gesetzesvorlage für Rechtsanspruch auf Anerkennungsverfahren für ausländische Abschlüsse nach der Sommerpause
Die Inhaber ausländischer Abschlüsse sollen in Deutschland einen Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren erhalten. Das sagte Helge Braun (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministeriums, bei der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Bildung und Forschung am Montagnachmittag. Nach der Sommerpause will das Ressort einen Gesetzentwurf zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse vorlegen.
Ausländische Inhaber beruflicher oder akademischer Qualifikationen sollten auch einen Anspruch darauf haben, dass ihr Anerkennungsverfahren innerhalb eines bestimmten Zeitraumes – geplant seien sechs Monate – beendet wird, sagte Braun. Die Bundesregierung wolle deren Durchführung aber nicht an sich ziehen, sondern vorhandene Kapazitäten bei Ländern und Berufskammern nutzen. Jedoch wolle die Regierung die Qualitätssicherung unterstützen, berichtete der Parlamentarische Staatssekretär.
16.6.10
BIBB-Analyse: Trotz steigender Ausbildungsbeteilung junge Migranten weiterhin unterrepräsentiert
Die Berechnung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur Ausbildungsbeteiligung zeigt: Während sich der Anteil unter den Jugendlichen mit deutscher Staatsangehörigkeit im Jahr 2008 nur geringfügig verändert hat, gibt es bei den Jugendlichen mit ausländischem Pass einen deutlichen Anstieg der Ausbildungsbeteiligungsquote - sowohl bei den Männern (+ 5 %) als auch bei den Frauen (+ 8 %). Allerdings sind die Ausgangswerte für diesen Anstieg sehr niedrig: So ist der Anteil unter den ausländischen Jugendlichen, die einen Ausbildungsvertrag im dualen System abschließen, auch weiterhin nur halb so groß wie unter den deutschen, und dies, obwohl der Wunsch nach einer betrieblichen Ausbildung bei beiden Gruppen mit rund 60 % gleich hoch liegt.
9.6.10
Fachkräftemangel im Mittelstand: Potenzial von Jugendlichen mit Migrationshintergrund nicht ausgeschöpft
Im Rahmen der Expertise des Arbeitskreises der Friedrich-Ebert-Stiftung "Fachkräftemangel im Mittelstand: Was getan werden muss" wurden das Ausmaß, die Ursachen sowie die Folgen eines Fachkräftemangels in KMU ausgelotet und nach differenzierten Lösungsansätzen gesucht.
Die Autoren stellen in Bezug auf die "Zielgruppe Personen mit Migrationshintergrund" fest, dass der Anteil von ausländischen Beschäftigten in kleinen Unternehmen noch gering sei, da die Unternehmen die Chancen, die sich aus einer multikulturellen Belegschaft ergeben, bisher kaum wahrnähmen.
8.6.10
Fehlender Nachwuchs in Ostdeutschland: Handwerk sucht Auszubildende in Polen
Laut Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks, bedroht die demografische Entwicklung die Fachkräftesicherung der ostdeutschen Handwerksbetriebe. Daher sollen im europäischen Ausland Auszubildende angeworben werden. Die Handwerkskammer Cottbus plant für 2011 eine erste Gruppe polnischer Jugendlicher in einem dreimonatigen Intensivkurs auf die daran anschließende Ausbildung vorzubereiten.
7.6.10
Friedrich-Ebert-Stiftung zur politischen Partizipation
junger Menschen mit Migrationshintergrund
Die Volksparteien haben die Bedeutung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund für die künftige Politikgestaltung noch nicht
ausreichend erkannt. Sie sehen sie als Objekte politischer Fürsorge und ihre Programmatik wird der Lebensrealität dieser Jugendlichen nicht gerecht. Die Parteien sollten verstärkt die Verbände von Jugendlichen
mit Migrationshintergrund in die Arbeit einbeziehen. In politischen Gremien und Ämtern sollte der Anteil junger Menschen mit Migrationshintergrund erhöht werden.25.5.10
Jugendliche mit Migrationshintergrund: Am Arbeitsmarkt doppelt benachteiligt
Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Gewerkschaftsbund im der Mai-Ausgabe von "arbeitsmarkt aktuell". In der Publikation fasst der DGB die Problemlage der 2,3 Mio. jungen Menschen zwischen 15 bis 25 Jahren mit Migrationshintergrund zusammen. Am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt treffen viele von ihnen auf besondere Probleme. Zum Teil spielen Vorurteile eine Rolle, zum Teil strukturelle Ursachen.
20.5.10
Institut der deutschen Wirtschaft: Integration schafft Wachstum
Eine bessere Integration der Migranten in das deutsche Bildungssystem
und den Arbeitsmarkt würde dem Staat bis 2050 zusätzliche Erträge von
164 Milliarden Euro verschaffen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln für das Bundes-wirtschaftsministerium.
Dabei wurde davon ausgegangen, dass sich die Unterschiede
hinsichtlich Bildungsabschlüssen, Arbeitslosenquote und schulischen
Leistungen zwischen Migranten und einheimischer Bevölkerung zumindest
halbieren. Dadurch fällt die jährliche Wachstumsrate des Bruttoinlands-produkts um 0,1 Prozentpunkt höher aus, weil die Erwerbstätigen im Schnitt besser qualifiziert sind. Entsprechend erzielt die öffentliche Hand höhere Steuereinnahmen und Sozialabgaben und zahlt weniger Sozialleistungen.
19.5.10
Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Migration und Integration veröffentlicht Jahresgutachten 2010
Der Sachverständigenrat bescheinigt Deutschland in seinem Jahresgutachten "in vielen empirisch fassbaren Bereichen
durchaus zufriedenstellend oder sogar gut gelungen"e Integrationserfolge. Gleichzeitig sehen die Forscher wachsendes soziales Spannungspotenzial durch Verteilungskämpfe um knappe Ressourcen, welche aufgrund vernachlässigter Integrationspolitik eine ethnische Komponente erhalten hätten.
10.5.10
"Treffpunkt" mit Schwerpunkt Ausbildung und Arbeit
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift der Integrationsbeauftragten der Landesregierung befasst sich mit "einem Kerngebiet der Integrationspolitik, Ausbildung und Arbeit". Besonders interessant: der Artikel von Mona Granato und ihre Untersuchungen zu den Übergängen von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund in eine berufliche Ausbildung. Sie belegen, dass Schulnoten und Schulabschlüsse von
Schulabgängerinnen und -abgängern mit Migrationshintergrund kein ausreichender Erklärungsansatz für ihre geringere Einmündungsquote in eine duale oder berufsfachschulische Ausbildung sind, ebenso wenig wie andere individuelle Voraussetzungen wie Deutschkenntnisse und Motivation.Das Fazit der Forscherin: "Die Gründe für die unzureichende
Versorgung Jugendlicher mit Migrationshintergrund im Bereich der beruflichen Ausbildung sind stärker als bisher in den institutionellen Eigenlogiken der Organisationen zu suchen, die es nicht schaffen, diese Zielgruppe zu berücksichtigen und weniger in den Voraussetzungen der Menschen mit Migrationshintergrund selbst."
7.5.10
"Migranten am Arbeitsmarkt - Problem oder Potenzial?" - Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung veröffentlicht Literaturliste
"Die unzureichende Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund wirft vielfältige soziale und wirtschaftliche Probleme auf, insbesondere für die Einkommens- und Teilhabechancen der Betroffenen. Zugleich liegt das Potenzial der Mitbürgerinnen und Mitbürger ausländischer Herkunft brach, auf das Deutschland angesichts seiner demographischen Lage dringend angewiesen ist", so das IAB. Auf seiner Homepage hat das Institut eine Auswahl jüngerer, großteils frei verfügbarer wissenschaftlicher und handlungsorientierter Literatur zusammengestellt, in der die Probleme von Migranten am deutschen Arbeitsmarkt beschrieben und zum Teil auch Lösungsansätze aufgezeigt werden.
6.5.10
Deutscher Managerverband: Mehr Frauen und Migranten in deutschen Chefetagen nötig
Die Vorstände und Chefetagen der großen deutschen Unternehmen sollen nach Meinung des Deutschen Managerverbandes offener für Frauen und Migranten werden. Ein solcher Schritt steigere die Wettbewerbsfähigkeit und erhöhe die Akzeptanz bei Mitarbeitern, Lieferanten und Partnern.
30.4.10
Land zeichnet Unternehmen für vorbildliches interkulturelles Miteinander aus
„Um die arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitische Bedeutung der Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund in die Öffentlichkeit zu tragen, ist es wichtig, die vielen Beispiele gelungener Integration in Ausbildung und Arbeit in unserem Land sichtbar zu machen.“ Das betonten Sozialministerin Malu Dreyer und die Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration, Maria Weber, anlässlich der Preisverleihung für „Vorbildliches interkulturelles Miteinander“ heute in Mainz. Der Landespreis wurde zum zweiten Mal vergeben. Ausgezeichnet wurden das Polizeipräsidium Mainz (Platz 1), der Ambulante Dienst Gesundheitspflege in Mainz (Platz 2) und die Mainzer Konditorei Nolda (Platz 3). Den Sonderpreis für Projekte in Planung bekam die ARGE Mayen-Koblenz.
Ältere, aber nach wie vor gültige und interessante Meldungen dokumentieren wir für Sie in unserem Archiv.



