Veranstaltungen
Vorsprung durch Vielfalt
Wie Unternehmen und Kommunen die Chancen einer vielfältigen Gesellschaft nutzen
Startschuss für Aktionspartnerschaft gefallen
Welche Vorteile bietet kulturelle Vielfalt für Betriebe, Verwaltungen und andere Organisationen? Wie kann sie zum Wohle aller genutzt und gefördert werden? Welche Hindernisse müssen dabei überwunden werden, und welche positiven Beispiele, besonders aus Rheinland-Pfalz, gibt es?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich Referent/innen und Gäste am 24. April 2008 im Erbacher Hof in Mainz anlässlich der Tagung "Vorsprung durch Vielfalt. Wie Unternehmen und Kommunen die Chancen einer vielfältigen Gesellschaft nutzen".
Nach einem Einführungsvortrag über Nutzung und Nutzen von Cultural Diversity von Dr. Petra Köppel von der Bertelsmann Stiftung warfen Andrea Reinhardt, Geschäftsführerin der microTEC GmbH, Cem Azak, Investment Banker bei Barclays Bank und Frau Dr. Köppel einen Blick in den Arbeitsalltag von Unternehmen. Dabei stellten sie übereinstimmend fest, dass deutsche Unternehmen sich noch recht schwer tun würden, die Potenziale von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund zu erkennen und zu nutzen – ein "blinder Fleck", der einen eindeutigen Nachteil für die Betriebe bedeute.
Ein Grund für das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, mit der von Ministerin Malu Dreyer ins Leben gerufenen Aktionspartnerschaft "Vorsprung durch Vielfalt" verstärkt Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und an Beispielen aus Rheinland-Pfalz zu zeigen, dass es keiner umfassenden Diversity Management-Strategie bedarf um von kultureller Vielfalt zu profitieren.
Die ersten Aktionspartner stellten sich vor und beschrieben ihre Beiträge zur Aktionspartnerschaft. Die Stadt Koblenz plant interkulturelle Trainings für ihre Beschäftigten, um besser auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund reagieren zu können, so Marcus Uhrmacher. Für Bahman Janipour vom Ambulanten Dienst Gesundheitspflege aus Mainz ist die Berücksichtigung der kulturellen und religiösen Bedürfnisse seiner Klienten Maßstab für die gesundheitsfördernde Pflege und für Andrea Reinhardt zählen Erfahrungen und Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr als Zeugnisse und Diplome. Günther Tartter, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Rheinhessen und Dr. Dirk Hannowsky, Geschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, setzen besonders im Zusammenhang mit Internationalisierung und Fachkräftemangel auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Und das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, vertreten durch Doris Bartelmes, setzt eine Dienstvereinbarung zur Förderung der personellen Vielfalt um.
So unterschiedlich die Partner und individuell ihre Methoden sind, so ähnlich sind die Beweggründe: Qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen und zu halten ist dabei ebenso wichtig wie die optimale Anpassung von Produkten und Dienstleistungen an die vielfältigen Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden.
Die Aktionspartner sind sicher, dass zahlreiche Organisationen in Rheinland-Pfalz ihre Ziele und Überzeugungen teilen und rufen gemeinsam mit Ministerin Malu Dreyer auf, sich an der Partnerschaft zu beteiligen.
Einen Teil der Veranstaltung haben wir für Sie dokumentiert:
Gesprächsrunde "Vielfalt im Arbeitsalltag - Wie Potenziale genutzt und Hemmnisse überwunden werden können"
"Warum wir Partner sind - Die Aktionspartner im Gespräch"
Die Inhalte des Vortrags von Dr. Petra Köppel können Sie hier nachlesen.
Grußbotschaft von Ministerin Malu Dreyer zur Auftaktveranstaltung am 24. April 2008
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